23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Expertenanhörung zur kontrollierten Abgabe von Cannabis

Bürgerschaft Expertenanhörung zur kontrollierten Abgabe von Cannabis

Die rot-grüne Koalition in Hamburg erwägt ein Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis an Erwachsene. Ob das funktionieren kann, will der Gesundheitsausschuss der Bürgerschaft in einer Expertenanhörung klären.

Voriger Artikel
Flüchtlinge auch Thema bei Synode der Nordkirche
Nächster Artikel
Bund soll Mittel für Flüchtlinge aufstocken

Der Gesundheitsausschuss hat zu einer Expertenanhörung über Cannabis geladen.

Quelle: K.Nietfeld/Archiv

Hamburg. Der Gesundheitsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft informiert sich am Donnerstag (17.00 Uhr) bei einer Expertanhörung über Möglichkeiten der kontrollierten Abgabe von Cannabis. Als Sachverständige ins Rathaus geladen sind nach Angaben der Bürgerschaftskanzlei Sozialarbeiter, Juristen und Mediziner. Sie sollen die Abgeordneten über Chancen und Risiken einer Abgabe der bislang verbotenen Droge an Erwachsene informieren. SPD und Grüne hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, ein entsprechendes Modellprojekt zu prüfen.

Während die SPD eher skeptisch ist, würden die Grünen in der Drogenpolitik gerne noch etwas forscher vorgehen. So möchte Justizsenator Till Steffen (Grüne) das Kiffen generell zu einer Ordnungswidrigkeit herabstufen. Das bisherige System, wonach auch auf den Besitz kleiner Mengen Cannabis eine Strafanzeige folgen muss, ist aus seiner Sicht gescheitert. Denn faktisch stelle die Staatsanwaltschaft danach alle Verfahren ein. "Das bringt nichts und macht viel Arbeit", sagte Steffen in Interviews.

Zur Anhörung werden unter anderem die Drogenforscherin Gundula Barsch von der Hochschule Merseburg, Theo Baumgärtner von der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen sowie Jens Kalke vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung erwartet. Aus dem Rechtsbereich wiederum sind der drogenpolitisch aktive Hamburger Anwalt Heiko Mohrdiek sowie Oberstaatsanwalt Jörn Patzak geladen. Medizinisch fundierte Auskünfte erhoffen sich die Abgeordneten vom Göttinger Psychiater Prof. Wolfgang Poser, vom Vizevorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, Ulrich W. Preuss, sowie von vom Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am UKE Hamburg.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3