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Fegebank: Fehlende Finanzzusage des Bundes hat sehr geschadet

Sportpolitik Fegebank: Fehlende Finanzzusage des Bundes hat sehr geschadet

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hat dem Bund eine Mitschuld an dem Scheitern des Olympia-Referendums gegeben. Es gebe zwar ein Bündel von Gründen für das knappe Nein der Hamburger, sagte Fegebank am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

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Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne).

Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv

Hamburg. "Bei vielen hat sicher auch die fehlende Finanzierungszusage des Bundes eine Rolle gespielt." Scholz hatte einen Beitrag des Bundes in Höhe von 6,2 Milliarden Euro gefordert, dafür aber keine Zusage erhalten.

Kritik der Opposition an einer falschen Verhandlungstaktik von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wies Fegebank zurück. Sie glaube nicht, dass da Fehler gemacht wurden. "Die fehlende Bereitschaft des Bundes, eine Aussage zur Kostenbeteiligung zu machen, die hat uns sicherlich sehr geschadet. Da liegt auch ein Teil der Verantwortung."

Neben der Finanzierungsfrage gebe es weitere Gründe, sagte Fegebank. Nach dem positiven Trend im Sommer habe sich zuletzt "die Frage in den Vordergrund gedrängt: Haben wir nicht andere Probleme? Beispielsweise die Integration von Flüchtlingen, die Frage, wie man umgeht mit dem DFB- oder dem FIFA-Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 und nicht zuletzt die Terroranschläge von Paris."

Fegebank warnte davor, wegen der knappen Entscheidung jetzt von einer gespaltenen Stadt zu sprechen. "Wir haben uns von Olympia vor allem drei Dinge erhofft: eine Aufbruchstimmung; mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine nachhaltige Stadtentwicklung." Diese Ziele seien nach wie vor richtig und "wir verfolgen sie jetzt auf neuen Wegen". Sie sei zwar immer noch "sehr geknickt", aber: "Ich bin weit davon entfernt, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken."

dpa

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