4 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Minister-Duo bekräftigt Zeitplan

Fehmarnbelttunnel Minister-Duo bekräftigt Zeitplan

Bei ihrem ersten Treffen haben Verkehrsminister Bernd Buchholz und sein dänischer Amtskollege Ole Birk Olesen am Freitag im dänischen Rødbyhavn den bisherigen Zeitplan zum Bau des Fehmarnbelttunnels bekräftigt.

Voriger Artikel
Städte in SH fordern mehr Geld vom Land
Nächster Artikel
Merkel lädt Kieler OB zum Diesel-Gipfel

Thema des Treffens von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP, links) und seinem dänischen Kollegen Ole Birk Olesen war unter anderem der geplante Tunnel unter dem Fehmarnbelt.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Rødbyhavn/Kiel. Nachdem vor wenigen Wochen in Lübeck ein erheblicher Teil der insgesamt 12.600 Einwendungen gegen das Projekt von deutscher Seite mündlich erörtert wurde, sei es nach wie vor das gemeinsame Ziel, im Sommer 2018 den Planfeststellungsbeschluss für den knapp 19 Kilometer langen Tunnel vorzulegen.

"Gerichtsfeste Qualität der Planunterlagen" als Grundlage

„Ich habe dabei nochmals deutlich gemacht, dass der entscheidende Erfolgsfaktor eine hohe und damit gerichtsfeste Qualität der Planunterlagen ist“, sagte Buchholz nach dem Treffen. Dafür seien von den beiden Trägern des Projekts, der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S und der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), auch noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Dabei gehe es vor allem um ökologische Fragestellungen und Sicherheitsaspekte, die noch weiter vertieft werden müssten.

„Sie können aber sicher sein, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung geschlossen hinter diesem Projekt steht und fest entschlossen ist, es auch zu verwirklichen“, sagte Buchholz zu seinem Amtskollegen. Angesichts der Proteste auf deutscher Seite gehe er aber fest davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss beklagt werde.

Bau des Tunnels soll 2020 beginnen

Nach Angaben von Claus F. Baunkjær, Vorstandschef von Femern A/S, soll der Bau des rund sieben Milliarden teuren Tunnels 2020 beginnen und 2028 fertiggestellt sein. Die am Vortag bekannt gewordene Absicht der dänischen Regierung, in den kommenden Jahren schrittweise die Maut auf der Strecke über den Großen Belt abzusenken, hat nach Einschätzung von Olesen keine gravierenden Auswirkungen auf das Projekt.

Besuch bei Reederei Scandlines

Im Anschluss an das Treffen mit Olesen besuchte Buchholz die Geschäftsleitung der deutsch-dänischen Reederei Scandlines, die auch nach der Verwirklichung der Beltquerung ihren Fährbetrieb zwischen Puttgarden und Rødby aufrecht erhalten will. Im Mittelpunkt dabei standen die Anbindung des Fährhafens in Puttgarden nach dem Bau des Belttunnels sowie Sicherheitsaspekte während der Bauzeit.

Von KN-online

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3