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Festgenommener Mann soll für Schleuserring geworben haben

Kriminalität Festgenommener Mann soll für Schleuserring geworben haben

Ein bei der bundesweiten Razzia gegen Schleuserkriminalität am Mittwoch in Lübeck festgenommener Mann gehört nach Ansicht der Ermittler zur Führungsgruppe einer international tätigen kriminellen Organisation.

Lübeck. Er stehe im Verdacht, in sozialen Netzwerken für die Schleuser geworben zu haben, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, Wolfgang Klein, am Donnerstag.

Der Mann soll unter anderem ein Facebook-Profil angelegt haben, in dem Flüchtlingen weisgemacht wurde, sie könnten bequem und ungefährdet über das Mittelmeer nach Europa reisen. Tatsächlich wurden mehr als 1700 Flüchtlinge mit schrottreifen Frachtern auf das Mittelmeer geschickt und dort sich selbst überlassen.

Bei Facebook habe der Mann unter anderem mit dem Versprechen geworben, "wir bieten exklusive Reisen und erfüllen alle Bedürfnisse der Reisenden". Er sollte nach Angaben Kleins am Donnerstag in Dresden dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei der Razzia waren am Mittwoch in Deutschland fünf mutmaßliche Schleuser festgenommen worden. Bei einer gleichzeitigen Aktion in der Türkei wurden zehn Tatverdächtige festgenommen. Über die Rolle des in Lübeck festgenommenen Mannes hatte zuvor der NDR berichtet. 

dpa

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