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Heinold: 2015 weniger Schulden als geplant

Finanzministerin Heinold: 2015 weniger Schulden als geplant

Trotz der hohen Flüchtlingskosten hat das Land Schleswig-Holstein 2015 weniger neue Schulden aufgenommen als im Nachtragsetat vorgesehen. "Wir werden deutlich weniger Schulden machen als bisher geplant", sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Dienstag.

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Sieht 2015 als ihr bisher schwierigstes Jahr: Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis90/Die Grünen).

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. Die Regierung wirtschafte extrem sparsam, mit großer Haushaltsdisziplin und eng begrenzten Budgets, sagte die Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Der Nachtrag sah 180 Millionen Euro neue Schulden vor. Die Flüchtlingskosten werden den Ansatz im Nachtrag übersteigen, sagte Heinold. Statt zunächst geplanter 150 Millionen Euro seien es zum Jahresende wohl 464 Millionen. Dennoch gebe es angesichts hoher Steuereinnahmen und niedriger Zinsen einen guten Jahresabschluss.

2015 sei ihr bisher anstrengendstes Jahr im Amt gewesen, sagte Heinold mit Blick auf die unwägbaren Flüchtlingskosten. Sie gehe aber zuversichtlich ins neue Jahr. Die Regierung habe sich die Aufgabe der Flüchtlingsfinanzierung früh auf die Fahnen geschrieben und im Sommer mehr Geld für Lehrer, Sprachförderung, Integration und Erstaufnahme- Einrichtungen bereitgestellt. Das Land müsse sparsam sein und zugleich in Bildung, soziale Sicherheit und Infrastruktur investieren. "Das ist ein bisschen wie die Quadratur des Kreises, aber wäre ich als Finanzministerin nicht ehrgeizig, hätte ich den falschen Job", sagte Heinold.

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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