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Akteure wollen stärkere Kooperation

Flüchtlingsarbeit Akteure wollen stärkere Kooperation

In Schleswig-Holstein kümmern sich viele Menschen haupt- und ehrenamtlich um Flüchtlinge. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Beratungs- und Hilfsangebote. Sie sollen nun besser verknüpft werden, das teilten Land, Kreise, Kommunen, Kirche und Verbände am Freitag mit.

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Die Zusammenarbeit bei der Beratung und Betreuung von Flüchtlingen soll verstärkt werden.

Quelle: dpa

Neumünster. Die verantwortlichen Akteure wollen ihre Zusammenarbeit bei der Beratung und Betreuung von Flüchtlingen in Schleswig-Holstein verstärken. Ziel ist die bessere Verknüpfung bestehender und neuer Angebote in der Flüchtlingsarbeit, teilten sie am Freitag gemeinsam mit. Sie einigten sich demnach bei einem Treffen von rund 140 Hauptamtlichen in Neumünster darauf, künftig ihre Angebote und Strukturen vor allem auf Kreisebene stärker aufeinander abzustimmen und zu verknüpfen.

So sollen etwa die Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen, die Sprachförderung sowie die Koordination von ehrenamtlicher Hilfe zielgerichteter gestaltet werden. Weitere regionale Netzwerktreffen sind geplant. Zu dem Treffen hatten das Diakonische Werk und die Nordkirche mit Unterstützung von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) geladen.

Flüchtlingspakt und Netzwerkarbeit als Neuerungen

In den vergangenen Monaten sind in Schleswig-Holstein viele neue Strukturen für Flüchtlinge geschaffen worden: So stellte das Land mit dem Flüchtlingspakt zusätzliche Gelder für die Kommunen bereit, mit denen unter anderem pro Kreis und kreisfreier Stadt bis zu zwei Koordinierungsstellen geschaffen werden. Die Nordkirche stellt zurzeit in den Kirchenkreisen hauptamtliche Flüchtlingsbeauftragte ein, die Gemeinden beraten und unterstützen sollen, die sich in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus gibt es zahlreiche hauptamtliche und ehrenamtliche Angebote für Flüchtlinge.

Ministerpräsident Albig würdigte die Netzwerkarbeit als wichtigen Baustein für die Umsetzung des Flüchtlingspaktes: „Wir alle müssen zusammenarbeiten. Unsere Aktivitäten miteinander verzahnen. Je besser wir uns abstimmen, desto erfolgreicher sind wir dabei, den Neu-Schleswig-Holsteinerinnen und Neu-Schleswig-Holsteinern ein Zuhause zu geben.“

Doppelstrukturen sollen vermieden werden

Landespastor Heiko Naß mahnte ebenfalls eine abgestimmte Flüchtlingsarbeit an. Man sei auf allen Ebenen bis an die Grenzen des Möglichen beansprucht. „Umso sinnvoller ist es, die vielen Akteure im Bereich der Flüchtlingsbetreuung und -beratung in einen Austausch zu bringen und miteinander zu koordinieren.“ So könnten Doppelstrukturen vermieden und Synergien gestärkt werden.

Der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, sagte: „Wir sind auf einem guten Weg hin zu unserem Ziel, dass Flüchtlinge es nicht nur hören, sondern auch erleben können, was im Flüchtlingspakt im Mai formuliert wurde: „Willkommen in Schleswig-Holstein!“.

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