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Nord-SPD unterstützt Merkel

TV-Auftritt bei Anne Will Nord-SPD unterstützt Merkel

Die Kanzlerin geht zu „Anne Will“, um ihr Vorgehen in der Flüchtlingskrise zu verteidigen. Ihr wichtigster Satz bleibt: „Wir schaffen das.“ Im Norden gab es von der SPD Unterstützung für die Kanzlerin.

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Anne Will und Bundeskanzlerin Angela Merkel unmittelbar von Beginn der Sendung.

Quelle: obs/NDR/Wolfgang Borrs

Berlin/Kiel. Für ihren ersten großen TV-Auftritt zur Flüchtlingskrise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch von SPD-Ministerpräsident Torsten Albig ein dickes Lob erhalten. „Alles, was sie gestern gesagt hat, ist richtig und kann nur unterstützt werden“, sagte Schleswig-Holsteins Regierungschef am Donnerstag. „Die Kanzlerin hat einen Plan, und der ist auch gut.“ Sehen Sie hier die ganze Sendung.

Merkel hatte am Mittwochabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“ deutlich gemacht, dass sie an ihrem Kurs in der Flüchtlingspolitik festhalten will. „Wir schaffen das, da bin ich ganz fest davon überzeugt.“ Einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge in Deutschland lehnte die Kanzlerin weiterhin ab. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte dazu: „Ich glaube, dass die Linie der Kanzlerin, den Menschen nichts vormachen zu dürfen, richtig ist.“


Aus Sicht von Schleswig-Holsteins CDU-Landeschef Ingbert Liebing hat Merkel verdeutlicht, dass sie eine Begrenzung des Zugangs von Flüchtlingen für notwendig hält. „Deswegen halte ich den Vorwurf gegenüber Frau Merkel, sie wolle grenzenlosen Zuzug ermöglichen, für nicht richtig“, sagte Liebing der Deutschen Presse-Agentur. Ob sie auch den richtigen Ton getroffen habe? „Frau Merkel hat sehr verantwortungsvoll Position bezogen.“


Merkel habe auch verdeutlicht, dass die Lage in den Flüchtlingslagern in der Türkei, in Jordanien und im Libanon stabilisiert werden müsse, sagte Liebing. „Es ist besser, dass die Menschen in der Region bleiben, als alle nach Deutschland oder Europa zu holen.“ Es müssten alle Kräfte mobilisiert werden, um die Aufgaben zu lösen. „Wir müssen der Bevölkerung aber auch signalisieren, dass wir ihre Sorgen und Ängste in dieser Situation verstehen und alles tun, was nötig ist, damit der jetzige Zustand kein Dauerzustand bleibt.“



 

Nach Ansicht des Kieler FDP-Fraktionschefs Wolfgang Kubicki hat es Merkel dagegen nicht geschafft, deutlich zu machen, wie sie die Probleme durch die große Zuwanderungswelle konkret bewältigen will. „Die andauernde Wiederholung des Satzes „Wir schaffen das“ heißt leider nicht, dass die Bundeskanzlerin einen Plan hat, wie wir das auf Dauer schaffen können“, schrieb Kubicki auf Facebook.

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