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"Fördern & Wohnen" kämpft mit Anstieg der Flüchtlingszahlen

Flüchtlinge "Fördern & Wohnen" kämpft mit Anstieg der Flüchtlingszahlen

Der städtische Dienstleister "Fördern & Wohnen" in Hamburg kämpft mit den Folgen der steigenden Flüchtlingszahlen. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Rembert Vaerst, sagte dem "Hamburger Abendblatt", er rechne bis Jahresende mit weiteren 11 000 Flüchtlingen.

Hamburg. Dann würden etwa 31 000 Flüchtlinge in der Hansestadt leben.

Björn Domroese von der Innenbehörde sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur, vor einigen Monaten habe die Stadt mit 400 neuen Flüchtlingen im Monat gerechnet. Jetzt seien es etwa 250 jeden Tag. Insofern könnte die Prognose von "Fördern & Wohnen" stimmen. Seriös vorhersagen könne man die Zahlen der nächsten Monate aber nicht.

Ein großer Teil der in Hamburg ankommenden Flüchtlinge wird auf andere Bundesländer verteilt. Nach dem Königsteiner Schlüssel übernimmt Hamburg gut 2,5 Prozent der Asylbewerber.

"Fördern & Wohnen" kümmert sich im Auftrag der Stadt um die Unterbringung der Flüchtlinge. Zu den Problemen gehöre aber nicht nur die notwendige Zahl der Betten bereitzustellen, sagte Vaerst. Es gebe auch einen Personalmangel. Derzeit seien 40 Stellen unbesetzt. "Bis Jahresende benötigen wir zusätzlich 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um Flüchtlinge zu betreuen." Gesucht würden vor allem Sozialpädagogen, Sozialökonomen und Kulturwissenschaftler, aber auch "sozialkompetente Hausmeister".

Die Hamburger FDP-Fraktionschefin Katja Suding forderte angesichts der Lage einen Hamburger Flüchtlingsgipfel. Dafür solle Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) seinen Urlaub unterbrechen, sagte sie dem Radiosender NDR 90,3.

dpa

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