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Landes-CDU stellt sich hinter Liebing

Frühlingsempfang Landes-CDU stellt sich hinter Liebing

Die mageren KN/LN-Forsa-Umfrageergebnisse für Schleswig-Holsteins CDU und den Vorsitzenden Ingbert Liebing spielten eine zentrale Rolle: „Druck von außen führt zur Solidarisierung im Inneren“, sagte der 52-Jährige am Dienstagabend beim Parlamentarischen Frühlingsempfang in der Hermann-Ehlers-Akademie.

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Demonstrierten Einigkeit: Der Fraktionsvorsitzende Daniel Günther (rechts) begrüßte zum Frühlingsempfang auch CDU-Landeschef Ingbert Liebing.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die Landtagsfraktion begrüßte dazu etwa 250 Gäste. Nachdem ihm nur neun Prozent der Befragten reale Chancen gegen Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) eingeräumt hatten, habe er viele Ratschläge gehört und gelesen. Das könne man auch positiv bewerten: „Eine solche Umfrage trägt zum Bekanntheitsgrad bei.“

Liebing hat Ansatz gefunden

Liebing hob hervor, dass sich eine Mehrheit der Befragten „zu zentralen Fragen der grottenschlechten Regierungspolitik“ unzufrieden geäußert hätten. Hier liege ein Ansatz für die CDU, die besseren Rezepte zu liefern. „Das Jahr bis zur Wahl bietet uns dafür die Chance.“ Fraktionschef Daniel Günther ließ an seiner Loyalität zum Landeschef keinen Zweifel. Mit 18 Prozent hatte er deutlich mehr Zustimmung erhalten. Nur 28 Prozent für die CDU? „Jetzt geht es ans Arbeiten.“ Die Union müsse Themen setzen, Unterschiede zur Regierung verdeutlichen und im Land unterwegs sein. „Das ist nicht nur Aufgabe des Landeschefs, sondern unser gemeinsamer Job.“ Als Gastredner hatte sich die Union Oliver Malchow, den Bundesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft GdP eingeladen. Beim Thema Sicherheit gehe es seiner Partei um effizienten Schutz vor Kriminalität, betonte Günther, um gut bezahlte Arbeitsplätze, um die medizinische Versorgung und eine sichere Kinderbetreuung.

Günther der bessere Spitzenkandidat? „Wir wären bescheuert, diese Diskussion zu beginnen“, konstatierte der Parlamentarische Geschäftsführer Hans-Jörn Arp. Liebing bekomme die Unterstützung der Fraktion. „Und die muss er auch einfordern.“ Der Kieler Kreisvorsitzende Thomas Stritzl sprach von einem lauen Lüftchen. „Liebing wäre der verkehrte Mann, wenn er solche Umfrageergebnisse nicht aushalten würde.“ Arne Rüstemeier, CDU-Chef in Flensburg, rief dazu auf, die Ärmel hochzukrempeln. „Es gibt zu Liebing keinen Konkurrenten.“ Damit sei jegliche weitere Debatte überflüssig.

Sonntagsfrage: Umfrage 2016
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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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