16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Abi-Quote so hoch wie noch nie

Grafik für SH Abi-Quote so hoch wie noch nie

In Schleswig-Holstein machen immer mehr Schüler Abitur. Nach dem am Dienstag von der Regierung vorgelegten Bildungsbericht stieg die Abi-Quote 2015 auf insgesamt 42 Prozent.

Voriger Artikel
Meyer will modernstes Breitbandnetz
Nächster Artikel
Streit um Reform des Glücksspielstaatsvertrages

Die Zahl der Abitur-Abschlüsse in Schleswig-Holstein ist gestiegen.

Quelle: Screenshot Inforgram

Kiel. Die Quote lag damit erstmals seit Jahren über dem Bundesschnitt. Spitzenreiter war der Kreis Stormarn, gefolgt von Kiel. Der Bericht offenbart aber auch Defizite. Schleswig-Holstein gibt weniger für Bildung aus als andere Bundesländer und hat eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Schulabbrechern.

„In Schleswig-Holstein werden immer mehr höhere Abschlüsse erreicht“, sagte Schulministerin Britta Ernst (SPD). „Meine Prognose ist, dass dieser Trend anhält.“ Die Schüler in Schleswig-Holstein seien nicht weniger begabt als die in Hamburg. In der Hansestadt ist das Abitur bereits die Regel. Mehr als jeder zweite Schüler (57,7 Prozent) verlässt die Schule mit der Allgemeinen Hochschulreife – so viele wie nirgends sonst in Deutschland. Schlusslicht ist Bayern. Dort schafft es nicht einmal jeder dritte Schüler (31,6 Prozent) bis zum Abitur.


Create bar charts

Das gute Ergebnis für Schleswig-Holstein erklärt sich auch daraus, dass in der Gesamtstatistik die Abschlüsse an den beruflichen Schulen mitgezählt werden. Sie sind im Norden mit einem Abi-Anteil von gut 25 Prozent besonders stark. Die bereinigte Abi-Quote (nur Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) lag 2015 bei 33,6 Prozent, wobei starke regionale Unterschiede auffallen. In Stormarn, dem reichsten Kreis, verließ fast jeder zweite Schüler (46 Prozent) seine allgemeinbildende Schule mit der Hochschulreife. Knapp dahinter folgen Kiel und Neumünster. Schlusslichter sind Nordfriesland und Schleswig-Flensburg mit Abi-Quoten von nur gut 20 Prozent.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3