18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Große Spannweite bei Grundschulausstattung: Hamburg vorn

Schulen Große Spannweite bei Grundschulausstattung: Hamburg vorn

Bei Finanzierung und Ausstattung der Grundschulen gibt es bundesweit große Unterschiede. Während der Stadtstaat Hamburg 8700 Euro pro Schüler und Jahr ausgibt, sind es im Schlusslicht Nordrhein-Westfalen lediglich 4800 Euro, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Gutachten des renommierten Bildungsökonomen Klaus Klemm (Essen) hervorgeht.

Voriger Artikel
Studie: Hamburger Jugend konsumiert weniger Suchtmittel
Nächster Artikel
Bürgermeister Scholz begrüßt Einigung zu Flüchtlingsheimen

Ein Klassenzimmer einer Grundschule nach Unterrichtsende.

Quelle: Caroline Seidel/Archiv

Frankfurt/Main. Im Schnitt geben die 16 Bundesländer an den öffentlichen Grundschulen 5600 Euro (Jahr 2013) aus, deutlich weniger als für die Sekundarstufe I (5900) und Sekundarstufe II (7700 Euro). Ein Grundschulkind erhält mit durchschnittlich rund 24 Wochenpflichtstunden erheblich weniger Lernzeit als ein Schüler in den weiterführenden Schulen (31 Stunden).

International liegt Deutschland laut Gutachten bei den Ausgaben für die Grundschulen hinter den USA, Großbritannien, Schweden und auch der Schweiz und Österreich. In anderen OECD-Staaten erhalten Kinder im Schnitt während der ersten vier Schuljahre mit 3000 Zeitstunden auch mehr Unterricht als in Deutschland mit gut 2800 Stunden.

Klemm erstellte das Gutachten im Auftrag des Grundschulverbands. Dieser sieht in Deutschland erheblichen Nachholbedarf für die Grundschulen. Wegen unterschiedlicher Variablen und Etats in den einzelnen Bundesländern verzichtete der Verband jedoch auf ein gesondertes Ranking.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3