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Günther will in Berlin mitreden

Jamaika Günther will in Berlin mitreden

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will mit am Tisch sitzen, wenn es bei den Jamaika-Verhandlungen um Energiepolitik geht. „Für Schleswig-Holstein und die energiepolitischen Ziele der Jamaika-Koalition im Land ist dies ein eminent wichtiges Thema“, sagte er im Interview mit KN-online.

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Daniel Günther (CDU) will mit am Tisch sitzen, wenn es bei den Jamaika-Verhandlungen um Energiepolitik geht.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

KN: Herr Ministerpräsident, wie beurteilen Sie die ersten Sondierungsgespräche?

Kiel/Berlin. Natürlich bedeutet der Auftakt solcher Gespräche erst einmal ein politisches Abtasten der Delegationen. Auch über Inhalte ist bereits gesprochen worden. Da ging es etwa um Klimaschutz, die Flüchtlingspolitik, um Steuern und Finanzen. All diese Fragen werden in den nächsten Wochen noch im Detail zu klären und zu verabreden sein.

Wann und wo sind Sie selbst beteiligt?

Mein Interesse ist es, im Bereich der Energiepolitik mit am Verhandlungstisch zu sitzen. Für Schleswig-Holstein und die energiepolitischen Ziele der Jamaika-Koalition im Land ist dies ein eminent wichtiges Thema. Da geht es nicht nur um Perspektiven zum Ausbau der Windkraft, sondern auch um zukunftsfähige Technologien im Energiebereich. Dazu gehört etwa der Plan, Schleswig-Holstein als Standort eines Flüssiggasterminals zu etablieren.

Wie bewerten Sie den Rücktritt Ihres sächsischen Kollegen Stanislaw Tillich?

Die Entscheidung verdient Respekt. Der Kollege, der ja noch bis zum Dezember im Amt bleiben wird, hat sich ohne Frage um seinen Freistaat verdient gemacht. Dass die AfD die CDU in Sachsen bei der Bundestagswahl als stärkste Kraft abgelöst hat, ist natürlich bedauerlich. Ich kenne den designierten Nachfolger Michael Kretschmer und habe in meiner Zeit als Landesgeschäftsführer der CDU Schleswig-Holstein gern mit ihm als Generalsekretär der Sachsen-CDU zusammengearbeitet. Ich gehe davon aus, dass dies auch so bleibt, wenn Herr Kretschmer in seinem neuen Amt angekommen sein wird.

Kommt am Ende tatsächlich eine Jamaika-Koalition auf Bundesebene zustande?

Ich bin da sehr zuversichtlich und setze auf zügige und konstruktive Verhandlungen mit dem Ziel, einen Koalitionsvertrag im Dezember unterschriftsreif auf dem Tisch zu haben.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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