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Gute Chancen für U-Boot-Geschäft

Wirtschaftsminister Gabriel in Kiel Gute Chancen für U-Boot-Geschäft

Im internationalen Ringen um einen Milliardenauftrag zum Bau neuer U-Boote für Australien sieht Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems in guter Position. Außerdem sagte er der Stadt eine Förderung des geplanten Gasheizkraftwerks durch Bundesmittel zu. 

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Ministerpräsident Torsten Albig (links) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) unterhalten sich am Mittwoch in Kiel vor der Staatskanzlei. Gabriel und Albig hatten sich zu einem vertraulichen Gespräch verabredet.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel. „Ich glaube, dass die Chancen gut sind“, sagte Gabriel am Mittwoch in Kiel mit Blick auf das U-Boot-Geschäft. Er fügte hinzu: „Natürlich haben wir harte Wettbewerber, aber die Bundesregierung bis hin zur Kanzlerin und ich auch haben uns sehr dafür eingesetzt, dass Australien die Qualität der deutschen Werft kennenlernt.“

Australiens Verteidigungsminister Kevin Andrews wird nach Informationen am Donnerstag die Kieler Werft besuchen. Eine offizielle Bestätigung für den Besuch gab es nicht. Das australische Verteidigungsministerium hatte im Februar Frankreich, Japan und Deutschland aufgefordert, sich um den Auftrag zu bewerben. TKMS - früher HDW - gehört beim Bau nichtatomarer U-Boote zur internationalen Spitze und exportiert in viele Staaten, unter anderem auch nach Israel. Bis Ende des Jahres will Australien über die Vergabe entscheiden. Die Gesamtkosten betragen demnach 50 Milliarden australische Dollar - fast 35 Milliarden Euro.

Bund wird geplantes Gaskraftwerk fördern

Auch für ein anderes Projekt machte Gabriel Hoffnung: „Natürlich werden wir das fördern“, sagte er. Zuvor hatte er sich mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (beide SPD) getroffen.

Hintergrund sind geplante Änderungen bei der KWK-Förderung. Der Bund plane einerseits Bestandsförderungen, sagte Gabriel. „Viele Stadtwerke haben Schwierigkeiten, ihre vor allem gasgetriebenen KWK-Anlagen am Netz zu halten.“ In begrenztem Umfang würden zudem neue Anlagen gefördert. In Kiel handele es sich zudem um den Ersatz eines Kohlekraftwerks.

Kämpfer zeigte sich nach dem Treffen optimistisch. „Ich hoffe, dass die Entscheidung rechtzeitig fällt, denn wir haben im Juli die nächste Aufsichtsratssitzung“, sagte er der dpa. 2016 soll mit dem Bau begonnen werden. Unklar ist aber die Finanzierung des Projekts im Umfang von etwa 300 Millionen Euro. Stadtwerke-Mehrheitsgesellschafter MVV will sich nicht an einer notwendigen Erhöhung des Eigenkapitals beteiligen. Die Gespräche zwischen Stadt und Unternehmen dauern an.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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