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193 Schuldner für Schleswig-Holstein

HSH-Schiffskredite 193 Schuldner für Schleswig-Holstein

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hat den Kauf fauler Schiffskredite der HSH Nordbank verteidigt. „Für die meisten Schiffe gibt es aus Sicht der Wirtschaftsprüfer eine positive Fortführungsprognose“, sagte Heinold am Mittwoch. Das übernommene Portfolio bestehe aus 590 Verträgen mit 193 Kreditnehmern.

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KN-Fotomontage zu den aufgekauften Schiffskrediten der HSH Nordbank.

Quelle: Ulf Dahl (Montage)

Kiel. Nähere Angaben machte sie unter Berufung auf das Bankgeheimnis nicht. Im Juni hatten Hamburg und Schleswig-Holstein für 2,4 Milliarden Euro Schiffskredite der Bank mit einem Buchwert von fünf Milliarden Euro übernommen. Zwei Drittel der als Sicherheit dienenden Schiffe sind Containerschiffe, der Rest Tanker, Massengutfrachter und sonstige Schiffstypen. Ihr Alter beträgt im Schnitt 9,3 Jahre.

Laut Heinold haben die Vorbereitungen für den Verkaufsprozess der Bank begonnen. „Unsere Verpflichtung als Eigentümer ist es, diesen Verkaufsprozess positiv zu begleiten“, sagte sie.

Opposition äußert Zweifel

FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki glaubt nicht an einen Verkauf. „Seit 2008 sind wir von den Vorständen der HSH Nordbank beständig hinter die Fichte geführt worden“, sagte Kubicki. Die Sicherheit der Schiffe werde den Ländern nichts nutzen. Er geht davon aus, dass Hamburger Reeder versuchen, die Kredite für die eigenen Schiffe über Fonds preisgünstig aufzukaufen.

Der CDU-Finanzpolitiker Tobias Koch hat auch Zweifel: „Wir werden nie erfahren, was wir da gekauft haben.“

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