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Krümmel erhält Zwischenlager für schwachen Atommüll

Robert Habeck Krümmel erhält Zwischenlager für schwachen Atommüll

Für den Rückbau von Krümmel schafft Vattenfall die Voraussetzungen: So soll ein weiteres Zwischenlager für die dann anfallenden schwach- bis mittelradioaktiven Abfälle entstehen. Und: Brennstäbe und Kernbrennstoff sollen bis 2018/19 entfernt werden.

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Das Kernkraftwerk Krümmel soll ein zusätzliches Zwischenlager auf dem Gelände erhalten.

Quelle: Daniel Reinhardt/ dpa

Kiel. Das Kernkraftwerk Krümmel soll ein zusätzliches Zwischenlager erhalten, um die schwach- bis mittelradioaktiven Abfälle aus dem Rückbau zu lagern. Der für die Atomaufsicht zuständige Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) rechnet in Kürze mit dem Antrag. „Es ist gut, dass der Betreiber Vattenfall diesen Weg gehen will. Eine externe Lagerung wäre die schlechteste aller Lösungen gewesen“, sagte Habeck am Freitag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Bisher gibt es auf dem Gelände des Kernkraftwerks bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle wie Brennstäbe.

Das KKW Krümmel hatte 20011 seine Berechtigung zum Leistungsbetrieb durch die Atomgesetzänderung in Folge der Atomkatastrophe von Fukushima verloren. Den Stilllegungs- und Abbauantrag stellte Vattenfall 2015. Im Mai dieses Jahres hatte das Unternehmen seine Rückbaupläne mit Vorlage des Sicherheitsberichts konkretisiert. Offen war damals aber noch, wo das Unternehmen die anfallenden schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen lagern wollte.

Vattenfall hielt sich nach Angaben des Ministeriums mehrere Möglichkeiten offen. Dazu gehörten die Mitnutzung des Zwischenlagers für Brennelemente, ein Anbau an dieses Gebäude oder eine mögliche Lagerung an anderen Standorten. „Das ist eine zentrale Frage. Gut, dass es da Klarheit gibt“, sagte Habeck. Wie das Zwischenlager aussehen soll, wird der Betreiber in seinem Antrag darlegen.“

Habeck wollte am Montag Krümmel besuchen, um sich von den Vorbereitungen für den Rückbau ein Bild zu machen. Derzeit werden die Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter in Castoren verlagert und dort im schon bestehenden Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle zwischengelagert.

Vattenfall will – wie in Brunsbüttel – auch in Krümmel mit Stilllegung und Abbau erst beginnen, wenn das Kernkraftwerk brennelementfrei ist. „Das ist richtig so. Einen Abbau „um die Brennelemente herum“ kann niemand für empfehlenswert halten, auch wenn das nach dem Atomgesetz möglich wäre“, sagte Habeck. In Krümmel gehe es um rund 1000 Brennelemente, die in Castor-Behältern im Standortzwischenlager besser aufgehoben seien als bei einer Nasslagerung im Kernkraftwerk. „Für mich ist es entscheidend, dass der Rückbau konsequent umgesetzt wird – unter Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen“, sagte Habeck.

Vattenfall-Sprecherin Sandra Kühberger sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Unsere Planungen sehen eine Brennelement-Freiheit für die zweite Jahreshälfte 2018 und eine Kernbrennstoff-Freiheit für die zweite Jahreshälfte 2019 vor.“

„Es ist gut, dass der Betreiber Vattenfall diesen Weg gehen will. Eine externe Lagerung wäre die schlechteste aller Lösungen gewesen“, sagte Habeck am Freitag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Bisher gibt es auf dem Gelände des Kernkraftwerks bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle wie Brennstäbe.

dpa

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