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Habeck gegen Sonderwege bei Suche nach Atommüll-Endlager

Atom Habeck gegen Sonderwege bei Suche nach Atommüll-Endlager

Vor Länderegoismen und Zeitspiel bei der Suche nach einem atomaren Endlager hat Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energieminister Robert Habeck gewarnt. Ein Konsens dürfe nicht durch Sonderwege gefährdet werden, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag anlässlich der Übergabe des Berichtes der Endlager-Suchkommission.

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Der Umweltminister Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen).

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Kiel. "Der Bericht markiert nach jahrzehntelangen Konflikten einen Neustart", sagte Kommissionsmitglied Habeck. Interessen einzelner Länder dürften das Ziel nicht gefährden. Die Entscheidungen der Kommission verlangten allen etwas ab. Habeck betonte, außer Salz- und Tongestein solle auch Granit für ein Endlager möglich sein. Zudem werde Gorleben als möglicher Standort nicht explizit ausgeschlossen.

Habeck bedauerte, dass besonders Sachsen und Bayern noch Sondervoten einbrachten. Dies dürfe im Gesetzgebungsprozess nicht dazu führen, dass sich die Länder der gemeinsamen Verantwortung entziehen. Vor allem auf Betreiben Schleswig-Holsteins solle ein Endlager die Rückholbarkeit des Atommülls in den nächsten 500 Jahren sicherstellen, betonte Habeck. "Die Endlagersuche darf nicht aus Angst vor Entscheidungen aufs Unbestimmte hinausgezögert werden."

Die im Sommer 2014 eingesetzte Kommission hatte Kriterien für einen sicheren Standort zur Aufbewahrung des deutschen Atommülls definiert.

dpa

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