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Hamburg: Unterbringungsreserve für Flüchtlinge

Migration Hamburg: Unterbringungsreserve für Flüchtlinge

Hamburg reagiert auf die sinkende Zahl neu ankommender Flüchtlinge und reduziert die Baupläne für neue Flüchtlingsunterkünfte deutlich. Zugleich werde die Stadt aber vorläufig eine bedeutende Reserve an Unterbringungsmöglichkeiten behalten, sagte Hamburgs Flüchtlingskoordinator Anselm Sprandel am Donnerstag.

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Hamburgs Flüchtlingskoordinator Anselm Sprandel.

Quelle: Lukas Schulze/Archiv

Hamburg. Man wolle nicht erneut von einer Entwicklung so überrascht werden wie im vergangenen Jahr. In nächster Zeit sollen allein 18 Erstaufnahmeeinrichtungen geschlossen werden.

Bislang wollte die Stadt allein in diesem Jahr 40 000 neue Plätze schaffen. Jetzt sollen es bis Ende 2017 nur noch 29 400 Plätze sein. Davon entfallen nach Angaben des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge 24 800 auf Folgeunterkünfte und 4600 Plätze auf Erstaufnahmen. Wegen auslaufender Mietverträge und Fluktuation können bis Ende 2017 etwa 14 500 Plätze wegfallen. Unterm Strich wächst die Zahl der Plätze damit um rund 15 300.

Derzeit gibt es in der Stadt 37 000 Unterkunftsplätze. Bis Ende 2017 sollen es 52 300 sein, wobei die Stadt aber nur mit etwa 48 000 Flüchtlingen rechnet. Neben dieser Reserve wird die Stadt auch mehrere ehemalige Baumärkte vorerst behalten, aus denen die dort aktuell untergebrachten etwa 1500 Flüchtlinge ausziehen werden.

In den ersten fünf Monaten musste Hamburg im Durchschnitt etwa 1000 Flüchtlinge pro Monat unterbringen. Im vergangenen Jahr waren es in einigen Monaten bis zu 10 000 gewesen. Die alte Prognose stützte sich vor allem auf die hohen Zahlen des zweiten Halbjahres 2015.

dpa

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