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Hamburg: Wohnungen für homosexuelle und queere Flüchtlinge

Migration Hamburg: Wohnungen für homosexuelle und queere Flüchtlinge

Hamburg will lesbische, schwule und queere Flüchtlinge künftig in eigenen Appartements unterbringen. "Wir mieten zurzeit eine Reihe von Apartments an, die ausschließlich für besonders schutzbedürftige LSBTI-Geflüchtete (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell) reserviert sind", sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Donnerstag.

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Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv

Hamburg. "Ich lege Wert darauf, dass die Adressen anonym bleiben, denn so schützen wir auch Frauen in Frauenhäusern."

"Von geouteten Flüchtlingen hören wir jedoch immer wieder, dass Ihnen Verwandte und Bekannte nachstellen und sie unter Druck setzen, ihrer sexuellen Orientierung abzuschwören", sagte die Senatorin. Die Allgemeine Vermittlungsstelle weise bereits seit Monaten all jenen Flüchtlingen prioritär einen Platz in der Folgeunterkunft zu, die einen besonderen Schutzbedarf haben, hieß es. "Hierzu zählen nicht nur hochschwangere Frauen und schwerkranke Personen, sondern auch LSBTI-Geflüchtete." Bereits jetzt gebe es Plätze für LSBTI-Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung Hellmesbergerweg, die auch mit separaten, abschließbaren Sanitärcontainern verknüpft sind.

Das Magnus-Hirschfeld-Centrum für die Gleichberechtigung schwuler, lesbischer und queerer Menschen betreibt eine Beratungsstelle für Flüchtlinge und Betreuer. In der Beratungsstelle wurden nach Angaben der Grünen in den letzten neun Monaten mindestens zehn Übergriffe verbaler und körperlicher Art gegen homosexuelle und queere Flüchtlinge in Unterkünften registriert. In drei Fällen sei ein Krankenhausaufenthalt notwendig gewesen.

dpa

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