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Hamburg schaltet Verbrennungsanlage Stellingen ab

Umwelt Hamburg schaltet Verbrennungsanlage Stellingen ab

Rund 42 Jahre nach Inbetriebnahme schaltet die Hansestadt Hamburg die Müllverbrennungsanlage im Stadtteil Stellingen mangels Abfalls endgültig ab. Durch die Recyclingbemühungen der vergangenen Jahre habe die Müllmenge so reduziert werden können, dass die Anlage mit einer Kapazität von rund 180 000 Tonnen pro Jahr nicht mehr nötig sei, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag.

Hamburg. In Stellingen wurden nach Angaben der Stadtreinigung in den vergangenen Jahrzehnten mehr als sieben Millionen Tonnen Müll verbrannt. Dabei seien rund drei Millionen Megawattstunden Strom und etwa 800 000 Megawattstunden Fernwärme produziert worden.

Nach 2016 soll auch die Müllverbrennungsanlage Stapelfeldt mit einer Kapazität von rund 350 000 Jahrestonnen stillgelegt werden, so dass Hamburg dann am Rugenberger Damm und an der Borsigstraße nur noch über zwei Verwertungsanlagen mit einer Kapazität von jeweils 320 000 Tonnen pro Jahr verfügt.

Die Umweltorganisation BUND begrüßte das Aus für die Müllverbrennungsanlage, betonte aber auch, dass Hamburg im Bundesvergleich nach wie vor eine sehr schlechte Recyclingquote habe. So sehe das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass bis 2020 deutschlandweit fast zwei Drittel des Mülls recycelt werden. In Hamburg lag die Quote laut Stadtreinigung 2014 bei 40 Prozent.

dpa

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