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Hamburg will Ausländerbehörde um 100 Stellen verstärken

Flüchtlinge Hamburg will Ausländerbehörde um 100 Stellen verstärken

Die stark gestiegene Zahl der Asylbewerber überfordert inzwischen auch die rund 300 Mitarbeiter der Hamburger Ausländerbehörde. Das Einwohner-Zentralamt, wie die Behörde offiziell heißt, startete darum einen Hilfsappell an die 70 000 Mitarbeiter der Hamburger Verwaltung, wie die Leiterin des Personalamts, Bettina Lentz, am Donnerstag sagte.

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Ein Schild mit dem Schriftzug «Ausländerbehörde»

Quelle: Stefan Sauer/Archiv

Hamburg. Es würden rund 100 Mitarbeiter gebraucht, die vorerst befristet auf ein Jahr bei der Bearbeitung von Anträgen auf soziale Leistungen helfen.

Seit dem Aufruf seien täglich rund 35 Bewerbungen eingegangen. Eine erste neue Kollegin habe Anfang der Woche bereits mit ihrem Einsatz begonnen. Zur Motivation der Bewerber sagte Lentz: "Es gibt wirklich ein hohes Maß an Solidarität." Wie in der Bevölkerung sei in der Verwaltung eine große Bereitschaft vorhanden, bei der Bewältigung des Flüchtlingsproblems zu helfen.

Der Senat will nach Angaben der Innenbehörde dauerhaft 100 neue Stellen im Einwohner-Zentralamt schaffen. Doch dafür sei die Zustimmung der Bürgerschaft erforderlich. "Wir können nicht so lange warten", sagte der Sprecher der Innenbehörde, Frank Reschreiter, mit Blick auf die aktuelle Lage.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Mittwoch eine neue Prognose für das laufende Jahr mit der Rekordzahl von 800 000 Asylbewerbern vorgelegt. Im vergangenen Jahr waren rund 202 000 Asylanträge in Deutschland gestellt worden. In Hamburg kamen von Januar bis Juli 18 245 Flüchtlinge an.

dpa

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa

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