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Hamburger Hartz-IV-Kosten: Bundesanteil sinkt deutlich

Soziales Hamburger Hartz-IV-Kosten: Bundesanteil sinkt deutlich

Der Anteil Hamburgs an den Kosten für Hartz-IV-Empfänger wird immer größer, während der Bundesanteil sinkt. Grund dafür sei vor allem der Anstieg der Mieten und Energiekosten, teilte der Deutsche Landkreistag am Dienstag mit.

Hamburg/Berlin. So sei seit 2005 zwar bundesweit die Zahl der Leistungsempfänger (Sozialgesetzbuch II) um zehn Prozent gesunken (in Hamburg um gut vier Prozent). Zugleich seien aber Mieten und Energiekosten in Deutschland deutlich kräftiger gestiegen, nämlich um 14,4 Prozent.

2005 habe der Hamburger Anteil bei gut 60 Prozent der Bundeskosten gelegen (442 gegenüber 731 Millionen Euro), 2014 bereits bei 84 Prozent (509 gegenüber 604 Millionen Euro). Das ist der bundesweit höchste Wert.

Bei der Versorgung der Hartz-IV-Empfänger übernimmt der Bund die Kosten für Regelsatz, Mehrbedarf, Sozialgeld und Sozialversicherungsbeiträge. Die Kommunen kommen für Unterkunft und Heizung sowie sonstige Leistungen (für Erstausstattungen wie bei Geburt eines Kindes oder Haushaltsgeräte) auf.

In Hamburg sei vor allem die Mietkostensteigerung verantwortlich für die Entwicklung, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Marcel Schweitzer. Es sei nicht überraschend, dass der kommunale Anteil in Hamburg am höchsten sei, weil die Stadt Bundesland und Kommune zugleich sei.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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