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Hamburgs Flüchtlingsunterkünfte voll

Migration Hamburgs Flüchtlingsunterkünfte voll

Hamburg kann vorläufig keine Flüchtlinge mehr unterbringen. Erstmals seit Beginn der Krise seien die Kapazitäten erschöpft, sagte Björn Domroese, Büroleiter von Innensenator Michael Neumann (SPD), am Mittwoch.

Hamburg. Am Dienstag hätten 500 Menschen nicht mehr untergebracht werden können. Sie mussten die Nacht vor der Registrierungsstelle in der Harburger Poststraße unter freiem Himmel schlafen. Auch am Mittwoch konnten die Menschen nicht auf Unterkünfte verteilt werden. "Momentan zeichnet sich keine Entspannung ab", räumte Domroese ein. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet.

Man versuche alles, um eine neue Unterkunft fertigzubekommen, sagte Domroese der Zeitung. "Vielleicht kann es morgen schon so weit sein."

 

Am Dienstag waren 600 Flüchtlinge an der Poststraße registriert worden. Lediglich 100 konnten in Containern und Zelten untergebracht werden.

Für die Nacht zum Donnerstag befürchtet die Innenbehörde ähnliche Zustände. Mitarbeiter der Behörde sollten am Abend Schlafsäcke zur Registrierungsstelle bringen und heiße Getränke ausschenken. Bereits zu Wochenbeginn kamen nach Senatsangaben täglich zwischen 400 und

 

500 Flüchtlinge in Hamburg an. Derzeit seien etwa 30 000 Flüchtlinge in der Stadt.

Bundesweit sind nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) im September mehr als 270 000 Flüchtlinge in Deutschland angekommen - und damit mehr als im gesamten Jahr 2014.

dpa

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