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Landtag einig: Mehr Personal nötig

Haushalt 2018 Landtag einig: Mehr Personal nötig

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) hat für ihren Kurswechsel in der Personalpolitik breite Rückendeckung erhalten. Neben den Regierungsfraktionen sprach sich auch die Opposition im Kern dafür aus, in bestimmten Bereichen wie den Schulen mehr Personal einzustellen.

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Quelle: Jens Wolf

Kiel. Heinold hatte im Interview mit KN-online ab 2018 einen "Stellenzuwachs" und damit einen Paradigmenwechsel angekündigt.

Die FDP sprach sich wie Heinold dafür aus, mehr Stellen auszuweisen. "Das Personal wird dringend benötigt, denn wir wollen unser Versprechen umsetzen und in Bildung, Sicherheit und Infrastruktur in Schleswig-Holstein investieren", sagte die Finanzpolitikerin Annabell Krämer. "Wir brauchen eine belastbare Personalsituation bei Verwaltung, Polizei und Bildung", ergänzte der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Lasse Petersdotter.

Aus Sicht der SPD ist es "sinnvoll", das Personal in verschiedenen Bereichen aufzustocken. Das könne aber nur der erste Schritt sein, betonte der SPD-Finanzpolitiker Thomas Rother. Er forderte, die Ausbildung im öffentlichen Dienst zu verbessern und Landesjobs attraktiver zu machen. "Die Besoldungssituation ist insbesondere in Bezug auf Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu überprüfen." SSW-Boss Lars Harms legte nach. "Das Land braucht in einigen Bereichen mehr Personal, um die staatlichen Aufgaben erfüllen zu können."

Beifall kam auch von der AfD. "Ich begrüße die angekündigten Neueinstellungen in den Bereichen Bildung und Polizei ebenso wie die Bemühungen der Landesregierung, weitere Planer und Ingenieure für den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr zu gewinnen", sagte Fraktionschef Jörg Nobis.

In welchem Umfang die Regierung Zusatzstellen schaffen will, dürfte sich bereits am kommenden Dienstag zeigen. Dann will Heinold mit dem Haushaltsentwurf für 2018 auch eine Stellen-Mittelfristplanung vorlegen.

Von Ulf Billmayer-Christen

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