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Helmut Schmidt: "Dann wäre ich Hafendirektor geworden"

Parteien Helmut Schmidt: "Dann wäre ich Hafendirektor geworden"

Viele Bundesbürger hätten es bedauert, hätte er es wahr gemacht: Schließlich hätte Helmut Schmidt dann nicht als Hamburger Innensenator Außergewöhnliches bei der großen Sturmflut 1962 leisten können, wäre nicht Bundesminister und auch nicht Bundeskanzler (1974 bis 1982) geworden.

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Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) spricht bei einem Interview.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. "Dann wäre ich Hafendirektor geworden", heißt das neue an diesem Montag erscheinende Buch des 96 Jahre alten Ehrenbürgers der Hansestadt Hamburg.

In dieser 256-seitigen Textsammlung dreht es sich vor allem um das Verhältnis des Mitherausgebers der Wochenzeitung "Die Zeit" zu seiner Geburtsstadt. Die Auswahl der in den vergangenen Jahrzehnten sämtlich bereits in verschiedenen Zeitungen und Magazinen erschienenen Texte sowie der Fotos übernahm Thomas Karlauf.

Das jüngste Stück ist dabei ein am vergangenen Donnerstag in der "Zeit" veröffentlichtes Gespräch von Altkanzler Schmidt mit Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz. Beide Sozialdemokraten sind sich dabei in vielem einig. Bei den zahlreichen Schrebergärten, die in Hamburg in guter Lage Wohnungsbau verhinderten, wirft Schmidt ihm jedoch Untätigkeit vor - und kommentiert Scholz' Verteidigungsrede schlicht: "Es ist ein Problem. Du willst es bloß nicht zugeben."

Schmidt liegt derzeit im Krankenhaus, nachdem er Anfang September wegen eines Gefäßverschlusses im Bein erfolgreich operiert worden war. Im Zuge dieses Klinikaufenthaltes hat der Altkanzler vorerst auch aufgehört zu rauchen. Dabei war eine brennende Zigarette seit Jahrzehnten das Markenzeichen des Sozialdemokraten, egal ob in Politikerrunden, bei Preisverleihungen im ehrwürdigen Rahmen oder vor Fernsehkameras in Talkshows.

dpa

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