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Herrmann erfreut über Asylsignale von SPD-Vize Scholz

Flüchtlinge Herrmann erfreut über Asylsignale von SPD-Vize Scholz

In der CSU keimt die Hoffnung auf einen ersten prominenten Verbündeten in der SPD bei der Reduzierung der Asylbewerberzahlen aus Südosteuropa. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßte am Freitag "nachdrücklich" die Aussage von SPD-Vize Olaf Scholz, der über die Einstufung weiterer Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer nachdenkt.

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Joachim Herrmann (CSU).

Quelle: Tobias Hase/Archiv

München. "Wir müssen uns auf diejenigen Asylbewerber konzentrieren, die eine echte Bleibeperspektive in Deutschland haben", sagte Herrmann dazu. "Dies sind im Moment vor allem Menschen aus Syrien und dem Irak, die dort vor den kriegerischen Auseinandersetzungen fliehen."

Das Hamburger Stadtoberhaupt hatte sich in einem Interview mit der "Welt" offen dafür gezeigt, weitere südosteuropäische Länder als sichere Herkunftsstaaten einzustufen. "Das ist eine völlig berechtigte Diskussion", sagte der SPD-Politiker. Der Bundestag hatte 2014 bereits die Balkanländer Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina per Gesetz zu "sicheren Herkunftsstaaten" erklärt. Asylbewerber aus diesen Ländern können nun schneller wieder zurückgeschickt werden. Die CSU möchte auch Albanien, Montenegro und den Kosovo zu sicheren Herkunftsstaaten erklären lassen.

Mittlerweile liegen Albaner bei den Asylbewerberzahlen an der Spitze. "Im Mai 2015 war Albanien mit 4864 Erstanträgen in Deutschland das zugangsstärkste Herkunftsland mit einem Anteil von 20,5 Prozent noch vor Syrien", sagte Herrmann.

dpa

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