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Herrmann zu Flüchtlingspolitik nach Anti-Terror-Razzien   

Terrorismus Herrmann zu Flüchtlingspolitik nach Anti-Terror-Razzien   

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisiert nach den Anti-Terror-Razzien in Norddeutschland die deutsche Flüchtlingspolitik. "Die eklatanten Kontrolllücken beim immensen Flüchtlingsstrom vor allem im Herbst letzten Jahres rächen sich", sagte Herrmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Quelle: Matthias Balk/Archiv

Berlin. Tausende Menschen seien ohne ausreichend geprüfte Identität nach Deutschland gekommen. "Wir wissen mittlerweile, dass auch der IS diese Sicherheitslücken gezielt genutzt hat, um Attentäter als Flüchtlinge getarnt nach Europa zu schleusen", so Herrmann.

Daher sei es dringend notwendig, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Asylverfahren möglichst schnell und sorgfältig die Personalien aller bereits eingereisten Asylbewerber eingehend überprüft. Wichtig sei zudem eine gute Grenzsicherung. "Wir brauchen strikte Grenzkontrollen und klare Identitäten derjenigen, die zu uns ins Land kommen", sagte der Minister. "Personen, deren Identität nicht zweifelsfrei feststeht, müssen bis zur Klärung an der Grenze festgehalten werden." Auch fordert Herrmann einen besseren Informationsaustausch der Sicherheitsbehörden auf EU-Ebene.

Die Sicherheitsbehörden hatten am Dienstag in Schleswig-Holstein drei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Die in Flüchtlingsunterkünften lebenden Männer im Alter von 17, 18 und 26 Jahren hatten syrische Pässe. Sie sollen nach Deutschland eingeschleust worden sein und sich möglicherweise für Anweisungen des IS bereit gehalten haben.

dpa

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