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Hitziger Schlagabtausch wegen Flüchtlings-Zeltstadt in Jenfeld

Flüchtlinge Hitziger Schlagabtausch wegen Flüchtlings-Zeltstadt in Jenfeld

Das neue Zeltdorf für rund 800 Flüchtlinge im Hamburger Stadtteil Jenfeld sorgt weiterhin für Unmut bei Anwohnern. Rund 400 Menschen diskutierten am Donnerstagabend engagiert bis hitzig über die kurzfristige Errichtung des Zeltlagers in einem Park.

Hamburg.  Man habe nichts gegen Flüchtlinge, der Platz sei aber denkbar ungeeignet, sagten viele. Andere hielten dagegen, dass man Menschen in Not helfen müsse.

Die Innenbehörde bat für die Nacht-und-Nebel-Aktion und die mangelnde Information der Anwohner um Entschuldigung. "Wir werden einfach von der Entwicklung überrollt", sagte Johanna Westphalen von der Innenbehörde. Sie könne nicht sagen, wie lange das Zeltdorf als Erstaufnahmestelle bleiben werde. "Ich schließe überhaupt nichts mehr aus."

Eine Anwohnerin klagte: "Was wird mit unserem Park? Wo sollen wir denn hin?" Andere zeigten Ängste, die jungen Ausländer könnten Kinder oder Jugendliche belästigen. Andere beschwerten sich über die Einzäunung und das Flutlicht. Mehrere Anwohner, eine Initiative und ein Jugendzentrum riefen zu Solidarität auf. "Geben sie den Menschen eine Chance", forderte der Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (SPD).

dpa

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