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IfW-Experten halten "Nein" der Griechen für gefährlich

Finanzen IfW-Experten halten "Nein" der Griechen für gefährlich

Die Lage Griechenlands ist durch das Nein zum Sparkurs bei der Volksabstimmung nach Ansicht von Experten des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel schwieriger geworden.

Kiel. "Dieses "Nein" ist hoch gefährlich", sagte IfW-Präsident Dennis Snower am Montag in Kiel. "Es besteht nun die große Gefahr, dass das Land durch wirtschaftliche Verwerfungen zum Austritt aus dem Euro oder gar der EU gezwungen wird." Snower befürchtet, dass Griechenland dann zum "Hort der Instabilität an der Außengrenze Europas" werden könnte. Um dies zu verhindern, müsse es wieder zu Verhandlungen kommen. Der griechischen Regierung müsse dabei klar sein, ohne Verzicht auf Souveränität und ohne den Willen zu Reformen werde es keine Hilfen geben können.

Der Leiter des Prognosezentrums am IfW, Stefan Kooths, sagte "auch wenn sich die Regierung Tsipras nun innenpolitisch bestätigt fühlt, so steht sie wirtschaftlich weiterhin vor dem Scherbenhaufen ihrer Politik." Die Voraussetzungen für eine Besserung der Lage im Land seien schlechter und nicht besser geworden. Es gebe keinerlei Mandat, die Reformunwilligkeit der griechischen Regierung monetär zu alimentieren. Ein drittes Hilfsprogramm sei unter den jetzigen Bedingungen kaum in Sicht. "Damit rückt vermutlich der Austritt des Landes aus dem Euroraum näher, auch wenn damit keines der Kernprobleme des Landes gelöst wird", sagte Kooths.

dpa

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