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IfW-Präsident fordert Griechenland-Plan nach Staatspleite

Finanzen IfW-Präsident fordert Griechenland-Plan nach Staatspleite

Griechenland braucht aus Sicht des Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Dennis Snower, ein "Neustart-Programm" außerhalb der Eurozone.

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Dennis Snower, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.

Quelle: Carsten Rehder/Archiv

Kiel. Ein Hoffnung bringender Plan sei nur außerhalb der Eurozone vorstellbar, weil ein Verbleib falsche Anreize für die Stabilitätspolitik in der Eurozone setzen würde, erklärte Snower am Montag. "Da die griechische Regierung einen Euro-Austritt bislang ablehnt und ein erzwungener Austritt politisch extrem risikoreich wäre, müssten die Gläubiger den freiwilligen Austritt Griechenlands aus dem Euro "erkaufen".

So müssten die Gläubiger einen Großteil der Schulden erlassen und ein "Programm Neustart" auflegen, das dem Land Reformen, Investitionen in Bildung und den Aufbau von Know-how in Zukunftstechnologien erlaubt, so Snower. Mit deutlich weniger Schulden gäbe es die Chance für einen Neuanfang: Das Land müsste kein gescheiterter Staat werden, sondern könnte sich außerhalb der Eurozone erneuern.

Griechenland könnte dann in eigener Souveränität Reformen umsetzen, in die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit seiner Wirtschaft investieren und die Korruption bekämpfen, um damit die Basis für langfristiges, nachhaltiges Wachstum zu legen. Eines Tages könnte das Land dann gestärkt in die Eurozone zurückkehren - und Vorbild werden für einen echten Relaunch.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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