16 ° / 11 ° stark bewölkt

Navigation:
Liebing wird Albig herausfordern

Landtagswahl Liebing wird Albig herausfordern

Ingbert Liebing ist Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl im Mai 2017 in Schleswig-Holstein. Der 53 Jahre alte Landeschef erhielt am Samstag auf einem Parteitag in Neumünster 237 von 258 abgegebenen Stimmen.

Voriger Artikel
Scholz mit Mehrheit als SPD-Chef wiedergewählt
Nächster Artikel
Heintze bleibt CDU-Chef in Hamburg

Ingbert Liebing ist Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl im Mai 2017 in Schleswig-Holstein.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Neumünster. 18 Delegierte stimmten gegen den Bundestagsabgeordneten, 3 enthielten sich. Liebing hatte keinen Gegenkandidaten. Für Liebing stimmten damit 91,86 Prozent. „Einfach schlichtweg danke dafür“, sagte er. Liebing hatte in seiner Bewerbungsrede eine neue Ernsthaftigkeit in der Politik beschworen und die Regierungsübernahme als Ziel seiner Partei ausgegeben. „Wir wollen stärkste Partei werden, mit Abstand vorne liegen.“

Ein klassische Rampensau wie Schleswig-Holsteins bislang letzter CDU-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen ist er beileibe nicht. Die Stärken des frisch gekürten CDU-Spitzenkandidaten Ingbert Liebing liegen in anderen Bereichen. Der 53-Jährige ist in der Partei gut vernetzt und spielt als Chef der Kommunalpolitiker von CDU und CSU fachlich in der ersten Liga.

Seit Ende 2014 steht der Wahl-Sylter an der Spitze der Nord-CDU. Um SPD-Regierungschef Torsten Albig bei der Landtagswahl im Mai 2017 zu besiegen, muss der Bundestagsabgeordnete sich aber noch etwas bekannter machen. Mit seiner Idee eines „Abschiebe-TV“ hat Liebing es zwar bereits in die ZDF-Satire-Sendung „heute-show“ geschafft, außerhalb der Partei ist der Bekanntheitsgrad des Brillenträgers aber wohl noch steigerbar.

Liebing ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Er wirkt selbstbewusst und beflissen. „Zuhören, nachfragen, anpacken - nach diesem Credo arbeite und lebe ich“, sagt er über sich selbst. Er arbeite gerne viel, sei aber manchmal etwas ungeduldig.

Liebing hat eine klassische CDU-Karriere durchlaufen: Mit 14 Junge Union, neben dem Politikstudium Mitarbeit in der Fraktions-Pressestelle, dann Referent im Landeshaus. Später war er hauptamtlicher Bürgermeister auf Sylt, 2005 ging es in den Bundestag.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3