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Integrationsfonds für Flüchtlinge schon fast ausgeschöpft

Migration Integrationsfonds für Flüchtlinge schon fast ausgeschöpft

Der eigens zur Integration von Flüchtlingen von der Stadt Hamburg aufgelegte und mit zehn Millionen Euro ausgestattete Fonds ist bereits weitgehend ausgeschöpft.

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Andreas Dressel (SPD).

Quelle: Axel Heimken/Archiv

Hamburg. Wenn Anfang März die vorerst letzten Anträge abgearbeitet sind, werden insgesamt rund 80 Projekte unterstützt, wie die rot-grüne Koalition am Donnerstag mitteilte. Die Summen für die Einzelprojekte reichten von 6800 Euro für das Paritätische Kompetenzzentrum Migration bis hin zu 600 000 Euro für ein wissenschaftlich begleitetes Musterprojekt für ein Selbstbau-Begegnungshaus. Als bekannteste Projekte gelten unter anderem die Kleiderkammer Hanseatic Help (knapp 425 000 Euro), der Dolmetscherpool und die Wohnbrücke (jeweils 200 000 Euro).

Die jetzt noch offen stehenden Anträge will die Bürgerschaft am kommenden Mittwoch beschließen. Dazu zählt auch die finanzielle Hilfe in Höhe von 51 400 Euro für das Sprachcafé "Embassy of Hope" am Thalia-Theater in der Gaußstraße. Die ursprünglich an der St. Pauli Kirche von Pastor Sieghard Wilm etablierte Embassy sei inzwischen ein bewährter internationaler Treffpunkt am Thalia, sagte Chefdramaturgin Julia Lochte. Dabei träfen sich im Foyer des Theaters drei Mal pro Woche für mehrere Stunden Anwohner und Flüchtlinge. Dazu gehörten simple Gespräche, aber auch Sprachkurse oder einmal pro Woche eine Rechtsberatung durch Jurastudenten und -dozenten.

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel nannte den Integrationsfonds "das richtige Instrument zur richtigen Zeit". Eine Neuaufklage des im September 2016 aufgelegten Fonds sei jedoch nicht geplant. Stattdessen würden die Bezirke über die Quartierfonds finanziell so ausgestattet, dass sie die Projekte in den Stadtteilen weiterführen könnten. Konkret gebe es "für sieben Bezirke sieben Millionen Euro - und das jedes Jahr", sagte Tjarks.

dpa

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