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Israel räumt Außenposten im Westjordanland

Konflikte Israel räumt Außenposten im Westjordanland

Israelische Siedler räumen ihre Häuser im besetzten palästinensischen Westjordanland. Aber es ist eher ein taktischer Rückzug aus dem illegalen Außenposten.

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Vom Israelischen Verteidigungsministerium engagierte Möbelpacker räumen die letzten Häuser am Rande der Siedlung «Bet El» im Westjordanland.

Quelle: Jim Hollander

Tel Aviv. Für den Verlust von 30 Wohnungen sollen sie mit 300 neuen entschädigt werden.

Nur eine der letzten 18 Familien habe sich am Donnerstag geweigert, ihre Wohnung freiwillig zu verlassen, berichtete eine Reporterin der Zeitung "Jerusalem Post".Die Familie sei von Sicherheitskräften ohne Gegenwehr ins Freie getragen worden. Die Siedler leisteten damit zwar widerwillig, aber überwiegend freiwillig einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Folge.

Viele der Siedler trugen schwarze Hemden mit dem Aufdruck: "Ulpana Nachbarschaft, wir kommen wieder". Sicherheitskräfte holten nach Medieninformationen auch einige extremistische Siedler, die dort nicht wohnten, aber in eine schon geräumte Wohnung eingedrungen waren, aus dem Haus.

Die Justiz hatte angeordnet, fünf ohne Baugenehmigung auf palästinensischem Privatland errichtete Mehrfamilienhäuser in dem Außenposten der Siedlung Beit El, Givat Ha-Ulpana, bis zum 1. Juli abzureißen. Befürchtete größere gewalttätige Zwischenfälle blieben ebenso wie beim Auszug der ersten 15 Familien am Dienstag aus. Dies hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erreicht, indem er als Ersatz für die 30 Wohnungen in dem Außenposten den Bau von 300 neuen in bestehenden Siedlungen zusagte.

Die Mehrheit der Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft hält alle israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland und im arabischen Ostteil Jerusalems für illegal. Aus Sicht der Kritiker gefährden sie auch die Zwei-Staaten-Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt.

dpa

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