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Kampagne "Geld im Griff" gegen Überschuldung gestartet

Senat Kampagne "Geld im Griff" gegen Überschuldung gestartet

Zu Beginn der Adventszeit hat Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard die Kampagne "Geld im Griff" gestartet und vor den Gefahren einer Überschuldung gewarnt.

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Melanie Leonhard (SPD).

Quelle: Daniel Reinhardt/Archiv

Hamburg. "Anlass ist, dass wir (...) insbesondere rund um die Festtage die Erfahrung machen, dass es eine Reihe von Menschen gibt, die ihre finanziellen Möglichkeiten angesichts des großen Angebots des Konsums in diesen Tagen noch mehr überschätzen als zu anderen Zeiten des Jahres", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Hamburg. Bei der gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldnerberatung Hamburg entwickelten Kampagne würden auf Plakaten und in sozialen Netzwerken unter anderem über Beratungsmöglichkeiten informiert.

Nach Angaben der Sozialbehörde waren im vergangenen Jahr rund 160 000 Menschen in Hamburg überschuldet - Tendenz steigend. So habe sich die Zahl der Neufälle von 2014 zu 2015 von 441 auf 556 erhöht, sagte Leonhard. Und in diesem Jahr seien bis September bereits 374 Fälle gezählt worden. Als überschuldet gelte, wer seine finanziellen Verpflichtungen mit hoher Wahrscheinlichkeit über einen längeren Zeitraum nicht erfüllen könne und dem zur Deckung des Lebensunterhalts weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stünden.

LAG-Sprecher Henrik Schmidt forderte alle potenziell gefährdeten Menschen auf, sich so früh wie möglich beraten zu lassen: "Wenn Sie ihren Handyvertrag nicht mehr bezahlen können, wenn der Dispokredit (...) gekündigt wird, dann sollten Sie möglichst sofort kommen." Insgesamt gibt es den Angaben zufolge in Hamburg derzeit zehn von der Stadt mit 3,8 Millionen Euro finanzierte Schuldnerberatungsstellen sowie sieben weitere unabhängige Einrichtungen.

dpa

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