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Debatte um Krabbenfischer

Landtag Schleswig-Holstein Debatte um Krabbenfischer

CDU und FDP haben Umwelt- und Fischereiminister Robert Habeck (Grüne) vorgeworfen, sich nicht genug um die Krabben- und Muschelfischer in Schleswig-Holstein zu kümmern. „Sie sind nicht nur Umweltminister, sondern auch Fischereiminister, vergessen Sie das nicht“, sagte Oliver Kumbartzky von der FDP am Mittwoch im Landtag an Habeck gerichtet.

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Die Krabbenfischerei gehöre zu Schleswig-Holstein genauso wie die großartige Natur des Wattenmeeres, sagte Robert Habeck. Das berge Konfliktpotenzial.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Kiel. Die Krabbenfischer fischten nachhaltig, sie produzierten wertvolle Lebensmittel und seien ein wertvoller Imagefaktor für das Land. Ähnlich äußerte sich der CDU-Abgeordnete Klaus Jensen.
Habeck betonte, er sei im Gespräch mit den Fischern. Die Krabbenfischerei gehöre zu Schleswig-Holstein genauso wie die großartige Natur des Wattenmeeres, sagte Habeck. Das berge Konfliktpotenzial, dass die Landesregierung versuche zu lösen.
Der Minister wies darauf hin, dass es derzeit an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste noch 84 Krabbenkutter gibt, die zusammen regelmäßig mehr als 6000 Tonnen Nordseegarnelen anlanden und dafür 2013 einen Erlös von 26,9 Millionen Euro erzielten. Die wirtschaftliche Situation der Krabbenfischer könne aktuell als erfreulich bezeichnet werden. Die Krabbenfischerei selbst hat das Ziel, nachhaltiger zu fischen. Das Land fördere in diesem Zusammenhang mehrere Forschungsprojekte.
Weniger gut geht es derzeit den Muschelfischern. „Die natürlichen Muschelbestände im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind seit einigen Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau“, sagte Habeck. Die Betriebe seien daher dazu übergegangen, ihren Bedarf an Besatzmuscheln auf anderem Wege zu decken oder zumindest zu ergänzen. Es werde in Gesprächen mit Muschelfischern und Naturschutzverbänden versucht, eine neue ausgewogene Balance zwischen Nutzungsinteressen auf der einen Seite und Naturschutzinteressen auf der anderen Seite zu finden. „Mein Ziel ist es, zu einem echten und dauerhaften „Muschelfrieden“ zu kommen“, sagte Habeck.
Umweltschützer kritisieren sowohl die Krabben- als auch die Muschelfischerei im Nationalpark. So lande zu viel Beifang in den Netzen der Krabbenfischer, und die Schleppnetze schädigten den Meeresboden.

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