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Auktions-Millionen für Breitbandausbau

Kiel/ Hamburg Auktions-Millionen für Breitbandausbau

Die Frequenzversteigerung des Bundes spült auch den Nordländern zusätzliche Millionen in die Kassen. Hamburg und Schleswig-Holstein wollen damit den Breitband-Ausbau vorantreiben. Wenngleich einige mehr Geld erwartet hatten.

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Der Breitband-Ausbau im Norden soll vorangetrieben werden.

Quelle: Jens Büttner/ dpa/ Archiv

Kiel/ Hamburg. Schleswig-Holstein will den Großteil seiner 21,3 Millionen Euro aus den Auktionserlösen der jüngsten Frequenzversteigerung in den Ausbau des Glasfasernetzes stecken. „Unser Anteil ist zwar geringer, als viele erwartet haben“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Er könne der Breitbandstrategie des Landes jedoch einen wichtigen Schub geben.

Nach Meyers Willen soll ein Teil des Geldes aber auch in das Zinssubventionierungsprogramm der Regierung für Breitbandkredite fließen. Mit dem Rest will er künftige Bundesmittel für den Breitbandausbau co-finanzieren und den Ausbau des Glasfasernetzes vorantreiben. „Glasfaser ist die beste Technologie für die Zukunft“, sagte Meyer.

Bis 2030 soll „möglichst jeder Haushalt“ einen Glasfaseranschluss haben. „Aber ich sage auch: Gerade die letzten fünf Prozent werden uns große Mühe bereiten.“ Bis dahin seien Übergangstechnologien, die zum Glasfaserziel passen, nötig. „Wichtig ist, dass der Bund und die Länder eine Strategie beim Breitbandausbau abstimmen. Sonst wird viel Geld verbrannt, wenn Landesstrategien und Förderprogramm des Bundes nicht zueinander passen.“

Bislang ist bereits rund ein Viertel der Haushalte in Schleswig-Holstein an das Glasfasernetz angeschlossen. Bundesweit sind laut Wirtschaftsministerium nur 2,6 Prozent aller Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versorgt.

Vor rund einem Monat ersteigerten Mobilfunkkonzerne in Deutschland für 5,1 Milliarden Euro neue Frequenzen für den Ausbau des schnellen mobilen Internets. Davon gehen 626 Millionen Euro an die Länder.

Der Anteil des Nachbarlandes Hamburg daran beträgt fast 16 Millionen Euro. Wie mit Berlin vereinbart, werde die Hansestadt das Geld für den Breitbandausbau und Digitalisierungsprojekte verwenden, sagte Vize-Senatssprecher Sebastian Schaffer der Deutschen Presse-Agentur. Der Schwerpunkt liege beim Breitbandausbau in bisher schlecht versorgten Gebieten.

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