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Kiel: Mehr als 600 Transitflüchtlinge warten auf Weiterreise

Migration Kiel: Mehr als 600 Transitflüchtlinge warten auf Weiterreise

Die Stadt Kiel hat in der Nacht zum Montag erneut mehr als 600 Transitflüchtlinge unterbringen müssen. Insgesamt warteten 434 Erwachsene, 211 Kinder und 6 Säuglinge auf die Weiterreise nach Schweden, wie Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska sagte.

Kiel. Derzeit gibt es für Flüchtlinge direkt am Hafen in der Markthalle und im ehemaligen C&A-Gebäude, das die Stadt für diese Zwecke beschlagnahmt hat, zusammen etwa 700 Betten. In der Nacht zum Samstag hielten sich dort aber etwa 850 Menschen auf, in der Nacht zum Sonntag 676. Die nächste Fähre nach Göteborg sollte am Montagabend starten. Die Plätze auf den Schiffen sind allerdings knapp, daher können nicht alle Flüchtlinge sofort die Weiterreise antreten.

Die Stadt sei eigentlich über der Kapazitätsgrenze, sagte Wiese-Krukowska: "Aber wir wachsen weiter mit den Herausforderungen." Die Menschen könnten ja nicht auf der Straße schlafen.

In Flensburg hat sich die Lage zunächst wieder normalisiert. "Im Moment ist es ruhig, es läuft alles", sagte Nicolas Jähring, Helfer des "Refugees Welcome"-Teams am Flensburger Bahnhof. Am Sonntag konnten elf Busse von Flensburg über Dänemark ohne Probleme weiter nach Schweden reisen. Ende vergangener Woche waren Flüchtlinge nach Angaben von "Refugees Welcome" auf der Durchreise verstärkt kontrolliert worden.

dpa

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