17 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Tierhaltung: Habeck fordert weniger Antibiotika

Landwirtschaft Tierhaltung: Habeck fordert weniger Antibiotika

Der Einsatz von Antibiotika bei der Nutztierhaltung muss nach Ansicht des Kieler Landwirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) dringend verringert werden. Das 2013 novellierte Arzneimittelgesetz des Bundes lasse weiterhin zu viele Ausnahmen zu, sagte der Politiker am Montag.

Voriger Artikel
Herrmann will Taschengeld kürzen
Nächster Artikel
CDU: Senator Rabe ist an Inklusion gescheitert

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) steht in Krummbek (Schleswig-Holstein) in einer Schweinezuchtanlage neben dem Inhaber Kai Helms (l). Habeck besuchte den Betrieb, um sich unter anderem über den Einsatz von Antibiotika zu informieren.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel/Krummbek . Erfasst würden nur Mastbestände, nicht aber auch die Milchkühe und die Zuchtbetriebe. „Für die Entwicklung von Resistenzen ist es unerheblich, ob das Antibiotikum bei Milchvieh oder Mastrindern eingesetzt wird.“

Zum Thema Antibiotika besuchte Habeck das Landeslabor in Neumünster sowie eine Schweinehaltung in Krummbek und eine Tierarztpraxis in Kaköhl (beides Kreis Plön). „Es ist sehr ehrenhaft, wenn Landwirte und Tierärzte sich trauen, uns hier offen zu zeigen, wie sie in der Praxis arbeiten und wo sie Probleme sehen.“

Als ersten Schritt zu einem geringeren Antibiotika-Einsatz sieht Habeck eine Datenbank, die im vorigen Jahr startet. Darüber müssen Bauern ihren Einsatz von Antibiotika erfassen, melden und gegebenenfalls einen Abbauplan vorlegen. Die Verunsicherung in der Landwirtschaft sei immer groß, sagte Landeslabor-Direktorin Katrin Lütjen. Das Labor versuche, Probleme von Landwirten zu lösen.“ Habeck rief die Berufsverbände auf, die Bauern stärker in Sachen Antibiotika zu beraten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3