6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Eltern fordern Gebührenfreiheit

Kita-Reform Eltern fordern Gebührenfreiheit

Das Land forciert die Kita-Reform. Laut Haushaltsentwurf sollen in den nächsten fünf Jahren insgesamt 456 Millionen Euro zusätzlich fließen: 136 Millionen Euro sind zur Entlastung der Eltern eingeplant. Die Kitas sollen 210 Millionen Euro zusätzlich, die Kommunen 110 Millionen Euro erhalten.

Voriger Artikel
Günther wirbt für Minderheitenrechte
Nächster Artikel
Polizei erhält 522 Sturmgewehre

Das Land geht die Kita-Reform an - und investiert in den kommenden fünf Jahren fast eine halbe Milliarde Euro.

Quelle: Julian Stratenschulte

Kiel. 2017 zahlt das Land 230 Millionen für die Kindertagesbetreuung. Enthalten ist darin das Kita-Geld, das die rot-grüne Vorgängerregierung zu Jahresbeginn eingeführt hat. Die bis zu 100 Euro für jedes betreute Kind unter drei Jahren sollen weitergezahlt werden, bis die neue Finanzierungsstruktur greift. Das soll zum Kita-Jahr 2020/21 passieren. Für die Eltern von kleinen Kindern bedeutet das: Im Sommer 2020 wird das Kita-Geld abgeschafft. Anschließend sollen die Gebühren für eine Standardbetreuung nach oben begrenzt werden. Durch diese Deckelung sollen die Eltern 2021 um 55 Millionen Euro und 2022 um 60 Millionen Euro entlastet werden.

Die Landeselternvertretung der Kindertageseinrichtungen kommt am Freitag mit weiteren Forderungen nach Kiel. Sie will einen klaren Fahrplan bis zur vollständigen Beitragsfreiheit. Viele empfinden die massive Zusatzbelastung durch die immensen Kita-Beiträge als Strafsteuer für Eltern. "Von einem wirklichen gesellschaftlichen Willen zu sozialer Gerechtigkeit und zur Chancengleichheit kann man nur dann reden, wenn frühkindliche Bildung kostenfrei ist", erklärt der Vorsitzende der Landeselternvertretung, Axel Briege aus Rendsburg. Nachdem Hamburg und nun auch Niedersachsen die Gebührenfreiheit umsetze, forderten auch die Eltern in Schleswig-Holstein einen Zeitplan bis zur Gebührenfreiheit. "Und wir wollen, dass der Einstieg in diesen schrittweisen Ausstieg 2018 beginnt."

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3