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Kita-Streik: Erzieher gehen in Kiel baden

Tarife Kita-Streik: Erzieher gehen in Kiel baden

Der Streik der Erzieher an kommunalen Kitas geht in die vierte Woche. Am Montagmorgen legten etwa 1500 Erzieher in Schleswig-Holstein ihre Arbeit nieder. Rund 85 Erzieher und Sozialarbeiter nahmen dabei als Zeichen ihres Protestes ein Bad in der elf Grad kalten Ostsee in der Kieler Förde.

Kiel. "Der Sozial- und Erziehungsdienst geht nicht nur symbolisch baden", sagte ein Sprecher des Beamtenbundes dbb. "Wir werden unbeirrt mit Streik und Demonstrationen weitermachen, bis es zu einem ordentlichen Angebot von den Arbeitgebern kommt."

Nach drei Wochen Kita-Streik wollen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften am Montagabend (18.00 Uhr) in Berlin wieder an den Verhandlungstisch setzen. "Es ist ein wichtiger Schritt, dass es jetzt endlich wieder zu Verhandlungen kommt", sagte Verdi-Sprecher Frank Schischefsky am Montag. Man hoffe, dass es noch in dieser Woche zu einem Streikende kommen wird. "Aber nur dann, wenn es ein vernünftiges Tarifangebot geben wird - bislang ist es nicht sehr berauschend."

Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der bundesweit rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter. Das würde laut Verdi zu Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

dpa

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