9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Klagewelle gegen Elbvertiefung

Viel Post beim Bundesverwaltungsgericht Klagewelle gegen Elbvertiefung

Mehr als ein Dutzend Verbände haben bis Montag gegen die Elbvertiefung Klage beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Offiziell blieb den Kritikern noch bis Mitternacht Zeit, um Beschwerde gegen das Millionen-Vorhaben einzulegen.

Voriger Artikel
Merkel attackiert rumänische Regierung scharf
Nächster Artikel
Vorsprung für Liberale in Libyen - Merkel sagt Hilfen zu

Umweltverbände klagen gegen das Millionen-Projekt.

Quelle: Christian Charisius

Hamburg/Cuxhaven. "Am Wochenende sind bei uns noch eine ganze Reihe von Klagen eingegangen", sagte der Sprecher Wolfgang Bier. Zu den Klägern gehören die Umweltverbände BUND und NABU sowie die Stadt Cuxhaven und ein dortiges Unternehmen.

Geklagt hätten auch mehrere Deich- und Schleusenverbände. Drei Klagen von Privatpersonen aus der Region und eine von Jagdverbänden lagen schön länger vor. Naturschützer wollten zudem einen Eilantrag stellen, dass nicht mit den Baumaßnahmen begonnen werden darf, während das Verfahren läuft. "Die Klagen werden nun gesichtet und geordnet", sagte Bier. Am Mittwoch sollen dann Details mitgeteilt werden.

"Wir müssen uns auf eine sehr lange Prozessdauer einstellen", hatte der Anwalt der Umweltverbände, Rüdiger Nebelsieck, angekündigt. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bezeichnete die Klagen als "nicht unerwartet". Er sei weiterhin optimistisch, dass die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen könnten.

Mit der Elbvertiefung soll sichergestellt werden, dass große Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,50 Metern den Hamburger Hafen erreichen können. Reeder und Hafenwirtschaft sind überzeugt, dass die Zukunft Hamburgs als maritime Metropole davon abhängt. Nach langem Zögern hatte Niedersachsen im April den Weg für das umstrittene Projekt freigemacht.

BUND, NABU und WWF haben sich zu dem Aktionsbündnis "Lebendige Tideelbe" zusammengeschlossen, um gemeinsam die Baggerarbeiten zu verhindern. Auf Hunderten Seiten listen sie auf, warum die Fahrrinnenanpassung aus ihrer Sicht für das Ökosystem fatal wäre.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel