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Konflikt zwischen Libyern und Gerichtshof dauert an

Konflikte Konflikt zwischen Libyern und Gerichtshof dauert an

Im Konflikt um die in Libyen festgesetzten Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) zeichnet sich vorerst keine Einigung ab.Regierungssprecher Nasser al-Manaa sagte der Deutschen Presse-Agentur in Tripolis am späten Sonntagabend: "Libyen legt Wert auf gute Beziehungen zum Internationalen Strafgerichtshof und zur internationalen Staatengemeinschaft generell, doch nicht auf Kosten der höheren Interessen Libyens.

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In Libyen verhaftet: Die australische Anwältin Melinda Taylor, Mitarbeiterin des Internationalen Strafgerichtshofes.

Quelle: ICC

Tripolis/Berlin. s."

Mitarbeiter des Strafgerichtshofes waren in der vergangenen Woche in der westlichen Stadt Al-Sintan von einer Miliz gefangen genommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten versucht, Saif al-Islam al-Gaddafi "geheime Dokumente" zu übergeben. Außerdem steht ein vager Spionagevorwurf im Raum.

Der Sohn des früheren Diktators Muammar al-Gaddafi wird in einem Gefängnis in Al-Sintan festgehalten. Regierungssprecher Al-Manaa erklärte, der Generalstaatsanwalt habe Ermittlungen gegen die australische Anwältin Melinda Taylor und Mitglieder ihres Teams aufgenommen.

Die Bundesregierung verlangte von Libyen die sofortige Freilassung der Mitarbeiter des IStGH. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) verwies darauf, dass die Mitarbeiter des Gerichtshofs auf Dienstreisen grundsätzlich Schutz vor Strafverfolgung genießen. Deutschland bestehe darauf, dass diese Immunität auch beachtet werde.

Lokale Medien berichteten, nur Taylor und eine libanesische Übersetzerin stünden unter Arrest. Die anderen beiden Mitglieder des vierköpfigen Teams - ein Russe und ein Spanier - seien freiwillig mit den Frauen in Al-Sintan geblieben. Inzwischen seien Abgesandte des Strafgerichtshofs in Tripolis eingetroffen, um mit den Behörden über eine Freilassung der Mitarbeiter zu verhandeln.

Die Entscheidung der libyschen Wahlkommission, die ursprünglich für den 19. Juni geplante Wahl zu einer Verfassungsgebenden Versammlung auf den 7. Juli zu verschieben, stieß in der Bevölkerung auf Verständnis. Der Vorsitzende der Kommission hatte logistische Probleme als Grund für die Verschiebung angeführt. Die Libyer sollen über die Mitglieder einer 200-köpfigen Nationalversammlung entscheiden. Diese soll dann eine Verfassung für das Land ausarbeiten und eine neue Übergangsregierung ernennen.

Auch der deutsche Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff (FDP), der als Leiter einer EU-Wahlbeurteilungsgruppe von 21 Experten nach Libyen reist, äußerte Verständnis: "Wichtig ist, dass die Vorbereitungen so gut wie möglich getroffen werden, eine Verschiebung um einige Wochen war zu erwarten und wird den Wahlprozess nicht negativ beeinflussen."

dpa

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