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Kritik an Plänen gegen Komasaufen

Gegenwind für Familienministerin Kritik an Plänen gegen Komasaufen

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) stößt mit ihren Plänen für ein verschärftes abendliches Ausgehverbot für Jugendliche auf heftige Kritik aus den anderen Parteien.

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Die Bundesfamilienministerin möchte gegen das Komasaufen Jugendlicher kämpfen, doch ihre Pläne sind umstritten.

Quelle: Jens Büttner/Archiv

Berlin. Selbst der Koalitionspartner FDP bezeichnete die Pläne gegen das sogenannte Komasaufen als "Farce".

"Schröder präsentiert hier einen Papiertiger zur Beruhigung der konservativen Klientel", sagte FDP-Bundesvize Birgit Homburger am Montag in Stuttgart. Die Liberalen würden ein solches Gesetz nie mittragen.

Die SPD-Familienpolitikerin Caren Marks sagte, Schröders Überlegungen offenbarten "eine kaum zu überbietende Unkenntnis über das wirkliche Leben von Jugendlichen in der heutigen Zeit." Die SPD halte das bestehende Jugendschutzgesetz für gut und setze sich für dessen strikte Einhaltung ein. Außerdem müsse die Eigenverantwortung der Jugendlichen gestärkt werden.

Die Grünenvorsitzende Claudia Roth bezeichnete Schröders Politik als "spießig" und "erzkonservativ". Schröder komme ihr vor, wie eine Ministerin, die aus einem Poesiealbum der 50er Jahre gesprungen sei. Es sei der falsche Ansatz, mit staatlicher Härte erziehen zu wollen.

Kristina Schröder will nach Medienberichten den Jugendschutz bei Konzerten und Vereinsfesten strenger regeln. Demnach sollen öffentliche Veranstaltungen mit Alkoholausschank nach 20 Uhr für Jugendliche unter 16 Jahren künftig tabu sein. Bisher gibt es solch ein Verbot nur für Diskotheken. In Gaststätten gilt die Ausnahme, dass Jugendlichen ein Besuch am Abend auch allein erlaubt ist, um eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.

dpa

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