11 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Das Land stellt wieder mehr Personal ein

Kurswechsel Das Land stellt wieder mehr Personal ein

Die Landesregierung hat nach Jahren des Personalabbaus in Behörden einen Kurswechsel angekündigt. „Das Land braucht mehr Mitarbeiter“, sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) im Interview mit unserer Zeitung. „Wir werden deshalb mehr Personal einstellen als ursprünglich geplant.“

Voriger Artikel
Traditionsschiffer bangen wieder
Nächster Artikel
SH-Politiker fordern mehr Gerechtigkeit

Sucht Mitarbeiter für das Land: Finanzministerin Monika Heinold (Grüne).

Quelle: Frank Peter

Kiel.. Die Kehrtwende will die Jamaika-Regierung mit dem Haushaltsentwurf 2018 einleiten, der in der nächsten Woche im Kabinett beschlossen werden soll. Für die Verwaltung werde es Nachschläge geben, ebenso wie vereinbart für die Polizei, erklärte Heinold.

Auch in der Bildung will die Regierung nachlegen. So soll es zusätzlich zu den bereits versprochenen neuen Stellen für Grundschulen, Inklusion und Berufsschulen weitere für Referendare und für den DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) geben, also für die Sprachförderung etwa von Flüchtlingskindern. „Einschließlich der Lehrer wird es insgesamt einen Stellenzuwachs geben.“

In den vergangenen Jahren hatte das Land deutlich mehr als 3000 Stellen gestrichen und etwa ebenso viele, insbesondere im Schulbereich, neu geschaffen. Heinold begründete den Kurswechsel auch mit dem Mangel von Planungspersonal in den Behörden. „Der Stellenabbaupfad hat geholfen, den Haushalt zu sanieren. Aber er hilft nicht, den Sanierungsstau bei der Infrastruktur zu beheben.“

Als Beispiel nannte die Ministerin das Investitionsprogramm Impuls. Von den bereitstehenden Mitteln (gut 135 Millionen Euro) würden bis Jahresende nur 70 bis 80 Millionen Euro abfließen. Die Mittel für Landesstraßen werden demnach nur zu 61,3 Prozent verbaut, die für Digitalisierung nur zu 60,7 und die für Hochschulen sogar nur zu 21,2 Prozent. „Die Sanierung der Infrastruktur scheitert zurzeit nicht am Geld“, bilanzierte Heinold.

Für die Defizite machte die Ministerin neben fehlendem Planungspersonal auch langwierige EU-Ausschreibungen sowie ausgelastete Baufirmen verantwortlich.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3