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Land kündigt Sicherheitsdienst-Firma

Erstaufnahmeeinrichtungen Land kündigt Sicherheitsdienst-Firma

Das Land Schleswig-Holstein hat einem in die Schlagzeilen geratenen Sicherheitsdienst fristlos gekündigt. „Die Firma Secura Protect Nord GmbH zeichnet ab sofort nicht mehr für die Sicherheit in Erstaufnahmeeinrichtungen und Landesunterkünften für Flüchtlinge verantwortlich“, teilte das Innenministerium mit.

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 Die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge arbeiten nicht mehr mit dem Sicherheitsdienst Secura Protect Nord zusammen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Das Land Schleswig-Holstein hat dem Unternehmen Secura Protect Nord, das in den vergangenen Monaten für die Sicherheit in Flüchtlingsunterkünften gesorgt hatte, fristlos gekündigt. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach am Dienstag von einem „wichtigen Grund“, machte aber mit Verweis auf das laufende juristische Verfahren keine genaueren Angaben.

Betroffen sind Verträge über die Bewachung sowie den Nacht- und Wochenenddienst in den Liegenschaften Neumünster (Haart/Stör), Seeth, Salzau und Boostedt sowie über eine Leerstandsbewachung in Rendsburg. Darüber hinaus sind bereits geschlossene Dienstverträge über die Landesunterkünfte in Eggebek und Itzehoe passé.

Nach Angaben des Sprechers sind die Secura-Protect-Mitarbeiter bereits durch andere Dienstleister ersetzt worden: „Falls das nicht ausreichen sollte, haben wir eine polizeiliche Reserve. Es gibt also keine Sicherheitslücke.“

Bei Secura Protect Nord in Hamburg gab es vorerst keine Reaktion. „Uns sind die genauen Gründe selbst nicht bekannt“, sagte eine Mitarbeiterin und verwies ans Land. In den vergangenen Monaten hatte es mit dem Unternehmen immer wieder Ärger gegeben. Erst zahlte die Firma seinen Mitarbeitern nicht den in Schleswig-Holstein vorgeschriebenen erhöhten Mindestlohn. Dann ging es um falsch verwendete Hoheitszeichen an den Uniformen, und schließlich sorgte straffällig gewordenes Personal für Schlagzeilen. Nach Informationen unserer Zeitung liegen die aktuellen Gründe für die fristlose Kündigung nicht in schwerwiegender Kriminalität von Mitarbeitern begründet. Auch die Beschäftigung von Neonazis, wie jüngst in Berlin aufgedeckt, spielte keine Rolle.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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