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Lübeck nimmt 600 Asylsuchende auf

Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge Lübeck nimmt 600 Asylsuchende auf

Lübeck soll eine Erstaufnahme für Flüchtlinge erhalten. Als Übergangslösung ist das Containerdorf vom G7-Außenministertreffen im Gespräch. Das sei aber nur eine von mehreren Optionen, sagt ein Ministeriumssprecher.

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„Das Containerdorf auf dem Volksfestplatz ist eine Option“: In Lübeck sollen 600 Asylsuchende unterkommen.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck/Kiel. In Lübeck soll eine Erstaufnahmestelle für 600 Asylsuchende entstehen. Darauf hätten sich das Land, die Kommune sowie die Universität und die Fachhochschule Lübeck verständigt, bestätigte der Sprecher des Innenministeriums, Ove Rahlf, am Mittwoch. Die Einrichtung ist im Süden der Hansestadt in unmittelbarer Nähe zu den beiden Hochschulen vorgesehen. Voraussetzung sei jedoch die Zustimmung der Bürgerschaft und der Anwohner, sagte Rahlf. Die „Lübecker Nachrichten“ hatten am Mittwoch über die Pläne berichtet.

Wo die Flüchtlinge bis zur Fertigstellung der neuen Erstaufnahmestelle wohnen sollen, steht nach Angaben Rahlfs noch nicht fest. „Das Containerdorf auf dem Volksfestplatz ist da nur eine Option“, sagte er. In den Containern waren während des G7-Außenministertreffens in Lübeck am 14. und 15. April rund 1000 der 3500 eingesetzten Polizisten einquartiert.

Die Linken in der Lübecker Bürgerschaft kritisierten die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen in Containern. Das sei menschenunwürdig, sagte deren Fraktionsvorsitzende Antje Jansen am Mittwoch.

Das Innenministerium verhandelt auch mit Kiel, Flensburg und Heide und den dortigen Hochschulen über zusätzliche Erstaufnahmeeinrichtungen. Diese Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, sagte Rahlf. Die Landesregierung erwartet 2015 bis zu 20 000 neue Asylbewerber.

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