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Land verzichtet auf Erstaufnahme am Bornkamp

Lübeck Land verzichtet auf Erstaufnahme am Bornkamp

Das Land sucht jetzt doch nach einem neuen Standort für eine Flüchtlings-Erstaufnahme in Lübeck. Der Bornkamp lasse sich nicht durchsetzen, sagt der Innenminister. An den geplanten 600 Plätzen hält das Land aber fest.

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 Stefan Studt informierte Bernd Saxe über das Aus zum Neubau einer Erstaufnahmeeinrichtung im Bornkamp in Lübeck.

Quelle: Ulf Dahl (Archiv)

Lübeck. Im Streit um den Standort einer Flüchtlingseinrichtung in Lübeck lenkt das Land ein. Das Innenministerium sei bereit, die Erstaufnahme auch an anderer Stelle als im Neubaugebiet Bornkamp zu errichten, sagte Ministeriumssprecher Ove Rahlf am Donnerstag. Innenminister Stefan Studt (SPD) habe Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) am Mittwoch am Rande eines Termins darüber informiert.

„Wir hätten diesen Standort zwar favorisiert, aber wir erkennen an, dass der sich nicht durchsetzen lässt“, sagte Rahlf. Bis zum Ende der Sommerferien wollen Stadt und Land jetzt gemeinsam nach Alternativflächen in Lübeck suchen. An der Kapazität von 600 Plätzen halte das Land aber fest, sagte er. Mehrere Medien hatten am Donnerstag über diese Wende berichtet.

Nach heftigen Protesten eines Teils der Anwohner hatte die Lübecker Bürgerschaft Ende Juni mit großer Mehrheit den Bau einer Flüchtlingsunterkunft mit 600 Plätzen im Bornkamp abgelehnt. Sie forderte stattdessen mehrere kleinere Standorte. Nach einem Schwenk der Grünen gab es zwar eine Mehrheit für eine große Erstaufnahme, nicht aber für den Standort Bornkamp.

Welche Alternativflächen in Lübeck in Betracht kommen, wollten weder der Ministeriumssprecher noch Saxe sagen. Man wolle eine öffentliche Debatte über mögliche Standorte vermeiden. Die Flüchtlingseinrichtung wird nun voraussichtlich erst 2017 statt wie geplant im September 2016 bezugsfertig werden.

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