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Land will Flüchtlings-Erstaufnahme bauen

Lübeck Land will Flüchtlings-Erstaufnahme bauen

Lange wurde nach einem Standort für eine Erstaufnahme für Flüchtlinge in Lübeck gesucht. Jetzt hat das Land ein geeignetes Grundstück gefunden. Zugleich weiht die Stadt eine weitere Unterkunft für Neuankömmlinge ein.

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Manuela Söller-Winkler hat den Bau einer neuen Erstaufnahmeeinrichtung in Lübeck bestätigt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Lübeck. Lübeck und die Kieler Regierung haben sich auf einen Standort für den Bau einer Flüchtlingserstaufnahme geeinigt. Die Einrichtung mit 600 Plätzen soll auf einem Grundstück an der Kronsforder Landstraße entstehen. Das bestätigte Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD) am Donnerstag am Rande der Einweihung einer kommunalen Gemeinschaftsunterkunft in Lübeck. Weitere Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Zuerst sollten die Anwohner informiert werden, sagte sie. Der NDR hatte zuerst über die Pläne berichtet.

Eine ursprünglich vom Land geplante Erstaufnahmeeinrichtung im Neubaugebiet Bornkamp war am massiven Protest von Anwohnern gescheitert. Nach dem neuen Standort war monatelang gesucht worden. Derzeit gibt es in der Hansestadt ein Containerdorf auf dem Volksfestplatz als provisorische Erstaufnahme mit rund 830 Plätzen.

In die jetzt nach nur fünf Monaten Bauzeit eingeweihte Gemeinschaftsunterkunft im Stadtteil Kücknitz sollen 140 Flüchtlinge einziehen. Auf den Rohbau der Unterkunft war Ende Juni ein Brandanschlag verübt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen noch an. Die Fertigstellung der neun Doppelhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen hat sich nach Angaben der Hansestadt Lübeck durch den Anschlag nicht verzögert.

Das Land hat den Bau der neun Doppelhäuser mit rund vier Millionen Euro aus einem Flüchtlings-Sonderprogramm gefördert. Die schnelle Umsetzung in Lübeck zeige, dass das Land damit den richtigen Weg eingeschlagen habe, sagte Söller-Winkler.

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