4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Grüne schließen „Jamaika“ nicht aus

Landesparteitag Grüne schließen „Jamaika“ nicht aus

Rüsten für die Landtagswahl: Die schleswig-holsteinischen Grünen beraten beim Landesparteitag in Neumünster über das Wahlprogramm und wollen am Sonntag Monika Heinold zur Spitzenkandidatin nominieren. Auch die Frage einer künftigen Koalition ist ein Thema.

Voriger Artikel
SPD zieht mit Albig in die Landtagswahl
Nächster Artikel
Verfassungsschutz warnt vor russischer Hacker-Kampagne

Am Sonntag wollen die 131 Delegierten Finanzministerin Monika Heinold als Spitzenkandidatin der Grünen nominieren.

Quelle: Ulf Dahl

Neumünster. Führende grüne Landespolitiker schließen eine sogenannte Jamaika-Koalition nach der schleswig-holsteinischen Landtagswahl im Mai 2017 nicht kategorisch aus. „Wir wollen unsere Küstenkoalition mit SPD und SSW fortsetzen, müssen aber abwarten, was die Wähler entscheiden“, sagte die Landesvorsitzende Ruth Kastner am Sonnabend in Neumünster am Rande des Landesparteitages. Eine „Auschließeritis“ mache keinen Sinn.

Die Vorsitzende der Landtagsfraktion, Eka von Kalben, äußerte sich zurückhaltend, vor allem zu einer Koalition mit der FDP: „Eine Zusammenarbeit mit FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki kann ich mir nur sehr schwer vorstellen.“ Aber Kubicki wolle ja, falls die FDP bei der Bundestagswahl im Oktober diesmal in den Bundestag kommen sollte, nach Berlin wechseln. Bereits am Dienstag hatte die designierte Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold eine Jamaika-Koalition aus Schwarz, Gelb und Grün auf Landesebene nicht ausgeschlossen.

Der Landesparteitag berät am Sonnabend das Wahlprogramm für die Landtagswahl. Dazu lagen etwa 500 Änderungsanträge vor. Im Mittelpunkt des Programms stehen Ökologie, Gerechtigkeit und Weltoffenheit. An erster Stelle nannte Kastner: „Die Umwelt hat Vorfahrt vor anderen wirtschaftlichen Bereichen.“ Außerdem gehe es ihr in Abgrenzung zum Rechtspopulismus um eine weltoffene Gesellschaft und mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder unabhängig von Herkunft und Gesellschaftsschicht, sagte Kastner.

Zum Auftakt hatte der Parteitag am Freitagabend fast einmütig in einem Dringlichkeitsantrag geforderte, Flüchtlinge nicht mehr nach Afghanistan abzuschieben.

Am Sonntag wollen die 131 Delegierten das Programm verabschieden und Finanzministerin Heinold als Spitzenkandidatin nominieren. Formal wird Heinold Ende Januar Spitzenkandidatin, wenn die Grünen die Landesliste aufstellen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3