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CDU macht sich für 24-Stunden-Kitas stark

Landespolitik CDU macht sich für 24-Stunden-Kitas stark

Die CDU-Landtagsfraktion will in Schleswig-Holstein den Ausbau von 24-Stunden-Kitas vorantreiben und schwenkt damit auf Linie von SPD-Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ein. Die Landesregierung solle jetzt den Bedarf ermitteln, so die Union.

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Die CDU macht sich jetzt im Land für 24-Stunden-Kitas stark.

Quelle: Uli Deck/dpa

Kiel. Ziel sei zu prüfen, wie sich durch weitere flexible Betreuungsangebote Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren lassen. Betriebskindergärten seien zu fördern, „weil hier eine genaue Passung von Familien- und Arbeitszeiten, beispielsweise in den sogenannten Randzeiten, erreicht werden kann“, heißt es in einem Antrag, den die CDU im November im Landtag einbringen will.

 Die Öffnungszeiten vieler Kindergärten gingen am Arbeitsleben vorbei, stellt die CDU-Abgeordnete und Partei-Vize-Vorsitzende Katja Rathje-Hoffmann fest. Wer in der Gastronomie, als Krankenpfleger, als Ärztin oder Verkäuferin im Lebensmitteldiscounter arbeitet, sei angesichts der üblichen Kita-Öffnungszeiten vor große Probleme gestellt. „Wer Schicht- und Nachtarbeit selbst einmal erlebt hat, weiß, wie man tricksen muss, um die Betreuung sicherzustellen“, sagt die Landesvorsitzende der Frauen-Union. Der CDU-Fraktion gehe es nicht darum, Eltern von ihrer Verantwortung zu entbinden. Ziel sei keine Ganztagsbetreuung, sondern die Betreuung zu anderen Zeiten.

 Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) war am Donnerstag bei einer Fachministerkonferenz in Berlin, bei der es darum ging, die Qualität der Kinderbetreuung weiterzuentwickeln. „Wir unterstützen Kitas, sich auf wandelnde Bedarfe einzustellen“, sagte sie. Ziel sei eine gute Balance zwischen gesellschaftlicher Anforderung und den Bedürfnissen von Kindern nach Kontinuität und Stabilität. „Hier sind auch die Unternehmen gefordert.“

 Die Regierungskoalition reagierte mit Skepsis. „Ich freue mich über diesen Schritt“, sagte die Grünen-Abgeordnete Anke Erdmann. „Aber es würde mich umso mehr freuen, wenn das die CDU-Kommunalpolitiker, die über Betreuungsangebote zu entscheiden haben, genauso sähen.“

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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Kommentar

Moment mal: Stammt dieser Vorstoß wirklich von der CDU? Zumindest die Landtagsfraktion vollzieht bei der Kinderbetreuung den Wandel zur modernen Volkspartei, ganz frei von ideologischen Verkrustungen und dem Ruf nach Herdprämien.

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