12 ° / 2 ° heiter

Navigation:
Nord-Grüne sehen sich im Aufwind

Landtagswahl Nord-Grüne sehen sich im Aufwind

Die Grünen peilen zur Landtagswahl im nächsten Jahr wieder ein gutes zweistelliges Ergebnis an und wollen dafür neben den Uni-Städten und dem Hamburger Rand vor allem Wähler im ländlichen Raum erreichen.

Voriger Artikel
Studt erwägt Kauf von G36-Gewehren für die Landespolizei
Nächster Artikel
Keine Einigung bei Räumungsklage des "Kollektiven Zentrums"

Die Grünen-Landesvorsitzende Ruth Kastner will sich für einen der vorderen Listenplätze bewerben.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Unsere Ausgangslage ist gut“, sagte die Landesvorsitzende Ruth Kastner am Donnerstag. „Rund um Biohöfe, Käsereien, Hofläden und Künstlerkolonien wächst Grün.“ Zur Landtagswahl im Jahr 2012 hatte die Partei 13,2 Prozent der Stimmen geholt und damit im Parlament zehn Mandate errungen. „Das darf das nächste Mal gerne mehr werden.“ Bei einer Forsa-Umfrage unserer Zeitung im April dieses Jahres landeten die Grünen bei 16 Prozent.

 Gerecht, ökologisch, weltoffen: In den kommenden Wochen wollen die Grünen ihre drei wichtigsten Programmpunkte auf Regionalkonferenzen mit Mitgliedern und Gästen diskutieren. Ja, das Thema Gerechtigkeit passe auch gut zur SPD, räumte Kastner ein. „Aber vielleicht auch zur CDU.“ Man befinde sich gerade in einem „Selbstbesinnungsprozess“ und klammere ganz bewusst jeglichen Gedanken an mögliche Koalitionspartner aus.

 An diesem Sonnabend geht es an der Volkshochschule Lübeck um das Thema „gerecht“: Angekündigt sind Workshops zu den Themen Finanzen, Kommunen, Wohnen, Soziales, Ehrenamt, Kita, Schule, berufliche Bildung und Hochschule. Eine Woche später, am 24. September, befasst sich der Landesverband im Nordkolleg Rendsburg mit dem Programmpunkt „ökologisch“ und damit dem eigentlichen „Markenkern“, wie Kastner sagt: Im Mittelpunkt stehen Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Energiewende, Wirtschaft und Mobilität. „Weltoffen“ soll es beim 3. Programmforum am 8. Oktober im Kulturhof Itzehoe zugehen. Dann dreht sich alles um Innenpolitik, Bürgerbeteiligung, Gleichstellung, Frauen, Homosexualität, Integration, Europa, Netzpolitik und Kultur.

 Das fertige Programm soll auf einem Parteitag vom 25. bis zum 27. November in Neumünster verabschiedet werden. Personalien stellen die Grünen ganz bewusst ans Ende ihrer Wahl-Vorbereitungen: Die Listenplätze will man erst Ende Januar vergeben. Spät? „Wir haben überhaupt keine Sorge, dass wir für unsere Inhalte keine Menschen haben“, sagte die Landesvorsitzende Kastner. Sie selbst will sich auf einen der vorderen Plätze bewerben.

 Die Nord-Grünen halten die Anzahl ihrer Mitglieder derzeit konstant, aktuell sind es etwa 2200. Nach einer Analyse wisse man, dass man „die bestausgebildeten, wenn auch nicht die bestverdienenden“ Wähler habe, so Kastner. Wobei man nicht nur nach grüner Gender-Idiomatik eigentlich eher von Wählerinnen sprechen müsste: 60 Prozent sind weiblich. Mit einem Durchschnitt von 42 Jahren hat die Partei auch die jüngsten Anhänger.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Politik 2/3